Gedächtnisprobleme?

24. Oktober 2003, 13:41
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Erinnerungsvermögen etwa zur Hälfte vererbt - Schweizer Forscher identifizierten wichtiges Gen

Zürich - Wissenschafter der Universität Zürich haben ein Gen entdeckt, das darüber mitentscheidet, wie gut das Gedächtnis eines Menschen funktioniert. Die Studie ist laut Mitteilung der Uni im Fachblatt "Nature Neuroscience" veröffentlicht worden.

Dass die Leistungsfähigkeit des Gedächtnisses etwa zur Hälfte vererbt ist, weiß man aus Zwillingsuntersuchungen. Eines der vielen Gene, die dabei eine Rolle spielen, ist nun vom Team um Dominique de Quervain und Andreas Papassotiropoulos von der Psychiatrischen Forschung der Uni Zürich entdeckt worden.

Zwei Varianten

Das Team hat aufgezeigt, dass das Serotonin 2a-Rezeptor-Gen mit der Gedächtnisfähigkeit eng zusammenhängt. Das Gen kommt in zwei Varianten vor, wobei Träger der 452-His-Variante ein weniger gutes Gedächtnis haben als diejenigen mit der 452-Tyr-Variante.

Ziel der Forschenden ist laut Uni-Aussendung, möglichst viele in der Natur vorkommende genetische Varianten zu identifizieren, die die Gedächtnisleistungen beeinflussen. Sie hoffen, dass diese Entdeckungen zum Verständnis der Funktionsweise des menschlichen Gedächtnisses beitragen und dass dadurch neue Wege zur Behandlung von Gedächtnis-Störungen ermöglicht werden.(APA/sda)

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