Yahoo-Chef schließt Börsengang in Europa nicht aus

15. Jänner 2000, 16:12

Internet-Dienstleister gegen Zusammenschluss mit anderen Unternehmen

Der Chef des amerikanischen Internet-Dienstleisters Yahoo!, Jerry Yang, schließt einen Börsengang des Unternehmens auch in Europa nicht aus. "Wenn es erforderlich ist, einen Europa-Ableger an die Börse zu bringen, werden wir das tun", sagte Yang in einem im voraus veröffentlichten Interview der "Welt am Sonntag". Einen Zusammenschluss nach dem Vorbild von AOL und Time Warner kommt für den Yahoo-Chef indes nicht in Betracht. "Auch in Anbetracht der derzeit schwebenden Fusion von AOL/Time Warner sehen wir keine Notwendigkeit, unsere Position durch die Konzentration auf einen starken Player zu schmälern." Vielmehr wolle Yahoo auch künftig als unabhängige Plattform mit einer Vielzahl von Unternehmen zusammenarbeiten.

Als "ganz wesentliches" Gebiet für Yahoo bezeichnete Yang den E-Commerce, auf dem sein Unternehmen eine Schlüsselposition innehabe. Hier und in anderen Dienstleistungsbereichen biete das Internet noch ungeahnte Möglichkeiten. Yahoo wolle daher sein Angebot weiter ausweiten. "Aber alles, was wir in Zukunft unternehmen, wird unter dem Namen Yahoo laufen", fügte er hinzu. (APA/Reuters)

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