Burgenland hat nun Mehrheit bei Vossen

22. Oktober 2003, 11:15
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Verkauf ging ein handfester Streit unter den Aktionären voraus

Wien/Jennersdorf - Die österreichisch-ungarische Inves- torengruppe Hungarian Industries (HI) hat ihren Anteil am südburgenländischen Frottierwarenhersteller Vossen an die landeseigene Beteiligungsgesellschaft WiBAG verkauft.

Dem Verkauf der 46,4 Prozent an Vossen ging ein handfester Streit unter den Aktionären voraus. Die WiBAG hielt 28,5 Prozent, die Linz Textil AG 25,1 Prozent an Vossen. Der Streit entzündete sich an einer versuchten Hereinnahme eines Investmentfonds als Miteigentümer und gipfelte im Rauswurf von Vossen-Chef Georg Kühhas. Dieser ist auch Aktionär von HI. Es folgten mehrere Klagen.

Diese sind nun nach dem Verkauf alle vom Tisch, hört man aus der HI. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Dem Vernehmen nach wurde Vossen von Steuerberater und Exfinanzminister Andreas Staribacher mit insgesamt 30 Millionen Euro bewertet.

Es wird allgemein erwartet, dass die WiBAG nun einen strategischen Investor sucht, an den ihr Anteil veräußert werden soll. Gespräche sollen außer mit Minderheitsaktionär Linz Textil auch mit der Tiroler Industriellenfamilie Swarovski geführt werden. Man will eine Standortgarantie für Jennersdorf von fünf Jahren.

Hungarian Industries baut indessen an einem Fachmarktzentrum im ungarischen Györ. (szem)

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