Deutsche Sahara-Geiseln müssen an ihrer Befreiung mitzahlen

21. Oktober 2003, 19:57
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Auswärtiges Amt verschickte bereits Bescheide

München - Die befreiten Sahara-Geiseln müssen einen Teil der Kosten für ihre Befreiungsaktion selbst übernehmen. Erste Rückzahlungsbescheide des Auswärtigen Amtes wurden mittlerweile verschickt.

Eine entsprechende Kostenbeteiligung der befreiten Sahara-Geiseln hatte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Hans Martin Bury (SPD), am vergangenen Mittwoch im Bundestag bereits angekündigt. Bei der Höhe des Bescheids solle allerdings die Leistungsfähigkeit der Geiseln berücksichtigt werden.

Anfang des Jahres waren mehrere Gruppen von Abenteuertouristen im algerischen Teil der Sahara entführt worden. Während eine Gruppe nach einer Militäraktion im Mai frei kam, dauerte die Geiselhaft für 14 weitere Geiseln, darunter 9 Deutsche, fast ein halbes Jahr. Erst nachdem sie von ihren Entführern nach Mali gebracht worden waren, konnten sie nach erheblichen diplomatischen Anstrengungen befreit werden. Eine der deutschen Geiseln, eine Frau aus Augsburg, starb während der Geiselhaft. (APA/dpa)

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