Rechtsruck durch SVP-Gewinne erwartet

19. Oktober 2003, 09:36
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"Angriff auf die Zauberformel"

Bern/Wien - In der Schweiz wird heute, Sonntag, ein neues Parlament gewählt. Umfragen sagen der Schweizerischen Volkspartei (SVP) einen weiteren Zuwachs auf bis zu 26 Prozent und damit einen Rechtsruck im Nationalrat voraus. In allen 26 Kantonen sind die künftigen Mitglieder des Nationalrates zu bestimmen. 2836 Frauen und Männer bewerben sich um einen Sitz. 110 Personen zieht es in die kleine Kammer (Ständerat). Die rund 4,7 Millionen wahlberechtigten Schweizerinnen und Schweizer haben bis Mittag Zeit, ihre politischen Rechte wahrzunehmen.

Punkt 12.00 Uhr werden die Wahllokale schließen. Tausende Schweizerinnen und Schweizer haben ihre Wahlzettel aber bereits per Post eingeschickt. Erste Ergebnisse von Hochrechnungen werden aufgrund des komplizierten Wahlverfahrens erst gegen 19.00 Uhr erwartet. Ob sich die Zusammensetzung der Regierung (Bundesrat) ändern wird, bleibt vorerst offen. Er wird vom Parlament am 10. Dezember gewählt. Seit 1959 gibt es die "Zauberformel": Sozialdemokraten (SP), Christdemokraten (CVP) und Freisinnige (FDP) stellen je zwei Vertreter im Bundesrat, die SVP einen. Seit 1999 ist die SVP aber stimmenstärkste Partei. Sollte sie wieder zulegen, könnte es zum "Angriff auf die Zauberformel" kommen. (APA)

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