Pasching putzt Salzburgs UEFA-Helden

21. Oktober 2003, 15:46
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Mozartstädter ließen UEFA-Cup-Form in Udine und kassierten eine 0:2-Heimniederlage gegen Superfund

Salzburg - SV Salzburg, letzter rot-weiß-roter "Mohikaner" im Fußball-UEFA-Cup, hat von der Europacup-Form überhaupt nichts in den Bundesliga-Alltag mitgenommen. Die "Helden" von Udine unterlagen am Samstag vor rund 10.000 Zuschauern in Wals-Siezenheim dem FC Superfund Pasching sang- und klanglos 0:2 (0:2). Die Mozarstädter behielten nach dem wichtigen Duell mit dem Tabellenachten die "Rote Laterne" und sind in der Meisterschaft nun schon 285 Minuten ohne Torerfolg. Die Oberösterreicher feierten hingegen den ersten Erfolg nach sechs sieglosen Liga-Spielen.

Salzburg spielerisch katastrophal

Die Hausherren waren gegenüber ihrem sensationellen Auftritt vor drei Tagen im Stadio Friuli gegen Udinese Calcio nicht wiederzuerkennen, boten eine spielerisch katastrophale Leistung. Das Spiel lief an Regisseur Thomas Häßler diesmal völlig vorbei. Dazu kam, dass die Violetten Fehlpässe am laufenden Band produzierten und die meisten Zweikämpfe vor allem im Mittelfeld verloren. Da hatten die Paschinger leichtes Spiel, sie machten die Räume eng, betrieben Forechecking und konterten stets gefährlich.

Die "Breaks" liefen zumeist über Atalay und Kiesenebner, die auch das 1:0 bzw. 2:0 erzielten. Der Türke, der vor dem Match erst 59 Liga-Minuten (zuletzt zehn am 30. August gegen Bregenz) in den Beinen hatte und zum besten Mann auf dem Feld avancierte, schoss bereits in der 17. Minute flach ein und der Ex-Austrianer traf mit einem Abpraller direkt, wobei Arzberger den Ball zwar noch berührt, aber offenbar doch zu spät gesehen hatte.

Drei Stürmer fehlten beim Schlusslicht

Die Gefährlichkeit des Schlusslichts beschränkte sich in der ersten Hälfte auf eine Möglichkeit. Der Paschinger Keeper Schicklgruber boxte in der 31. Minute nach einer Eder-Bombe nur weg, doch fehlte ein Abstauber. Nicht nur in dieser Szene merkte man deutlich, dass mit Pfeifenberger, Hassler und Tomic drei Stürmer nicht zur Verfügung standen. Gegenüber Udine hatte SVS-Trainer Lars Söndergaard übrigens nur eine Änderung in seiner Elf vorgenommen: Statt des gesperrten Laessig spielte Bilic.

Nach der Pause kam nur zwei Mal Stimmung auf, als die Spielstände von Admira - Rapid via Lautsprecher verkündet wurden und in der 81. Minute als Häßler einen Freistoß aus rund 18 Metern an die Stange zirkelte. Auf der Gegenseite hatte der völlig freistehende Datoru in der 65. Minute das 3:0 vor den Beinen, doch verfehlte er das Zuspiel des früheren Salzburgers Kirchler knapp. Wer weiß, ob nach der dritten Liga-Niederlage in Serie die Salzburger Trainerfrage wieder aktuell wird. (APA)

  • SV Salzburg - FC Superfund Pasching 0:2 (0:2)
    Walz-Siezenheim, 10.000, Gangl

    Torfolge: 0:1 (17.) Atalay, 0:2 (30.) Kiesenebner

    Salzburg: Arzberger - Winklhofer, Bilic, Ch. Jank, A. Ibertsberger (65. Rajic) - Brenner (53. Suleiman), M. Suazo, Häßler, Eder - Schriebl, Kahraman (46. Teber)

    Pasching: Schicklgruber - Rothbauer, Baur, Kafkas, Wisio - Kirchler (83. Riegler), Atalay, Kiesenebner (51. Kovacevic), Alexander Hörtnagl, Schoppitsch - Datoru (67. Pichlmann)

    Gelbe Karten: M. Suazo, Teber bzw. Atalay, Schoppitsch

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