Kolumbien: ELN-Guerilla zu Freilassung spanischer Geisel bereit

21. Oktober 2003, 16:45
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Mehrere Bedingungen genannt

Bogota - Die kolumbianische ELN-Guerilla ist unter bestimmten Bedingungen bereit, einen der sieben entführten ausländischen Urlauber freizulassen. ELN-Sprecher Francisco Galan nannte am Montag im kolumbianischen Radiosender Radio Caracol eine Reihe von Forderungen des Nationalen Befreiungsheeres (ELN), damit die spanische Geisel Asier Huegun Etxeberria freigelassen werde. So verlangte er "aus Solidarität mit dem Kampf des baskischen Volkes" die Entsendung einer Delegation des spanischen Baskenparlaments nach Kolumbien. Die Basken litten "ebensosehr wie unser Volk an Unterdrückung durch den spanischen Staat". Die Freilassung des Spaniers aus dem Baskenland stelle daher "eine Geste der Solidarität mit seinem Volk" dar.

Kommission der katholischen Kirche

Als weitere Bedingungen nannte der ELN-Sprecher unter anderem, dass die Übergabe der Geisel durch eine Kommission der katholischen Kirche begleitet werde und von der kolumbianischen Regierung abgesegnet würde. Die ELN hatte am 12. September acht Rucksacktouristen - eine Deutsche, vier Israelis, zwei Briten und den Spanier - in der Nähe der historischen Ruinenstadt Ciudad Perdida verschleppt. Einer der beiden Briten konnte jedoch fliehen. Mit der Geiselnahme wollen die Rebellen nach eigenen Angaben auf die Not verarmter Bauern in der Sierra Nevada und ihre Drangsalierung durch Soldaten und ultrarechte Paramilitärs hinweisen. (APA)

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