Demo gegen Nationalen-Treffen in Oststeiermark

19. Oktober 2003, 15:56
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Rund 250 Teilnehmer - Ruhiger Verlauf

Graz - Ruhig verlief nach Angaben der Gendarmerie die Demonstration gegen ein Nationalen-Treffen am Samstag im oststeirischen Riegersburg. Zwei Schülergruppen hatten sich mit Unterstützung der Grünen gegen das Treffen der Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP) formiert. Der AFP ist laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes eine rechtsextreme Organisation. Bei der Demonstration waren rund 250 Personen anwesend, so die Gendarmerie.

Zwei Schülergruppen gegen NDP-Sprecher

Die Manifestation gegen das AFP-Treffen mit dem Titel "38. Politische Akademie" wurde von zwei Schülergruppen des BORG und der Handelsakademie Feldbach organisiert. Als einer der Redner bei dem Treffen ist Holger Apfel, stellvertretender Vorsitzender der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) und Chefredakteur des NPD-Organs "Deutsche Stimme" angekündigt. Apfel soll zum Thema "Nationale Identität bewahren - Nein zur EU-Osterweiterung und zum Beitritt der Türkei" sprechen.

Kritik von Grünen und KPÖ

Die Grünen und die steirische KPÖ kritisierten das Treffen. Die Grüne Landtagsabgeordnete und Menschenrechtssprecherin Edith Zitz forderte bereits am Donnerstag in einer Aussendung die Behörden auf, "restriktiver gegen rechtsradikale Treffen vorzugehen". Da der deutsche Verfassungsschutz scharf gegen diese Vereinigungen vorgehe, würden "immer mehr Rassistentreffen nach Österreich ausweichen". Die KPÖ meinte, die Bezirkshauptmannschaft Feldbach erweise der Gemeinde Riegersburg mit der Zulassung dieser Veranstaltung keinen guten Dienst. Wenn man in dieser Weise Tourismusförderung betreibe, sollte man sich auch der Folgen bewusst sein, so der steirische KP-Chef Franz Stephan Parteder. (APA)

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