Rumänien: Volksabstimmung über Verfassung

19. Oktober 2003, 09:47
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Geringe Beteiligung - Neues Grundgesetz soll EU-Beitritt unterstützen

Bukarest - Mit einer geringen Beteiligung hat am Samstag ein zweitägiges Verfassungsreferendum in Rumänien begonnen. Bis 18.00 Uhr (17.00 MESZ) gaben nur acht Prozent der 18 Millionen Bürger ihre Stimme ab, wie die Wahlbehörde in Bukarest mitteilte. Die neue Verfassung soll den Wunsch Rumäniens nach Aufnahme in die Europäische Union unterstützen. Für ein gültigen Volksentscheid ist eine Beteiligung von mindestens 50 Prozent erforderlich.

Recht auf Privatbesitz

In den letzten Meinungsumfragen gaben 73 Prozent ihre Absicht kund, sich an der Volksabstimmung zu beteiligen. Von diesen wollten 68 Prozent für die neue Verfassung stimmen. Diese schreibt das Recht auf Privatbesitz fest, ermöglicht Ausländern den Erwerb von Immobilien und schafft die Wehrpflicht ab.

"Wir müssen uns bemühen, Europa entgegenzukommen", sagte Ministerpräsident Adrian Nastase am Freitagabend. Die gegenwärtige Verfassung wurde 1991 angenommen, zwei Jahre nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes unter Nicolae Ceausescu. Das Ergebnis des Referendums wird für Anfang der neuen Woche erwartet. (APA/AP)

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    Stimmt Rumänien für die neue Verfassung ist keine eigene Abstimmung über den EU-Beitritt mehr nötig.

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