Tiroler starb nach Fesselung in Linienmaschine

19. Oktober 2003, 17:28
55 Postings

Betrunkener 25-jähriger randalierte - Auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben - FBI ermittelt

Innsbruck - Das FBI ermittelt nun rund um den verstorbenen 25-Jährigen Tiroler Flugpassagier einer Aeromexico-Maschine auf dem Flug von Mexico-City nach Paris am vergangenen Wochenende. Derzeit warte man auf den Obduktionsbericht, teilte ein Sprecher des Außenministeriums am Samstag mit.

Alkoholisiert

Der 25-jährige sei bereits alkoholisiert in die Maschine gestiegen und habe während des Fluges weiterhin getrunken. Er habe sich einem Sprecher der Fluglinie zufolge "wie verrückt aufgeführt". Über den weiteren Hergang habe es vorerst noch kein Protokoll der Piloten gegeben. Möglicherweise sei der Passagier ruhig gestellt worden, habe sich aber losgerissen und versucht, ins Cockpit einzudringen, berichtete die "Tiroler Tageszeitung" in ihrer Samstagausgabe. Nachdem der Tiroler bewusstlos wurde, sei der Pilot auf dem New Yorker John F. Kennedy-Flughafen notgelandet.

Verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus

Der Mann sei dann mit der Ambulanz in New York ins Spital gebracht worden. Dort hätten die Ärzte nur mehr seinen Tod feststellen können. Er sei auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben. Die Angehörigen des Verstorbenen seien bereits benachrichtigt worden, sagte der Sprecher des Außenministeriums.

Zweite Version

Der ORF berichtete in der Zwischenzeit, dass es eine zweite Version über die Vorkommnisse zu dem mysteriösen Tod des jungen Tirolers gebe. Bei der New York Port Authority habe der Pilot Herzprobleme eines Passagieres als Grund für die Notlandung angegeben. Die Rettung sei wegen Verdachts auf Herzinfarkt angefordert worden. Von Alkohol sei keine Rede gewesen. Neben dem FBI befasse sich auch die lokale New Yorker Polizei mit dem Fall. Bei der Fluglinie selbst war am Samstagnachmittag niemand zu erreichen. (APA)

Share if you care.