Freiheitliche in Grazer Gemeinderat abgeblitzt

19. Oktober 2003, 17:46
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Auch VCÖ forderte Citymaut - Autofahrer stünden in der Stadt zwischen 144 und 208 Stunden pro Jahr im Stau

Wien/Graz - Nach den Diskussionen über die Einführung einer Citymaut in Graz in den vergangenen Tagen sprach sich am Freitag der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) erneut für eine solche Gebühr aus.

Bei einer aktuellen Untersuchung habe sich gezeigt, dass in den Ballungszentren Wien, Graz, Linz, Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck durch Staus jährlich ein Schaden von insgesamt 3,3 Millionen Euro entstehe, hieß es in einer Aussendung.

144 und 208 Stunden im Stau

Die Autofahrer stünden dort zwischen 144 und 208 Stunden im Stau. Dadurch würden die Städte als Wohn- und Wirtschaftsstandort immer unattraktiver, hieß es. So sei die Bevölkerung in Graz, Innsbruck, Linz und Salzburg zwischen 1991 und 2001 um insgesamt 37.142 Personen geschrumpft. Neben einer Verminderung des Stauaufkommens könnte aus der Citymaut Geld für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs lukriert werden, meinte der VCÖ.

Nicht in Graz Gemeldete sollten zahlen

Die Freiheitlichen sind mit einem Antrag zur Einführung einer Citymaut für Einpendler im Grazer Gemeinderat am Donnerstag abgeblitzt. Konkret erhielt ihr Antrag keine Dringlichkeit zuerkannt - nur die KPÖ stimmte mit der FPÖ für eine sofortige Debatte. Die FP hatte am Mittwoch mit ihrer Forderung aufhorchen lassen, alle nicht in Graz gemeldeten Fahrzeugbesitzer zur Kasse zu bitten. (APA, DER STANDARD Printausgabe 18/19.10.2003)

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    Citymaut für Graz wurde abgelehnt

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