Rallye: Solberg wieder im Titelrennen

20. Oktober 2003, 22:22
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Norweger siegte im Subaru auf Korsika - Carlos Sainz holte sich mit Platz zwei die WM-Führung

Ajaccio/Korsika - Der Norweger Petter Solberg, heuer bereits Triumphator in Australien und auf Zypern, hat am Sonntag auf Korsika seinen bereits dritten Saisonsieg in der Rallye-WM gefeiert. Der Subaru-Pilot setzte sich nach 16 Sonderprüfungen auf der französischen Insel mit 36,6 Sekunden Vorsprung auf den 41-jährigen Spanier Carlos Sainz durch, der nun mit drei Punkten Vorsprung auf Solberg und den bisherigen Spitzenreiter Richard Burns aus Großbritannien, der im Peugeot nicht über Rang acht hinauskam, neuer WM-Leader ist.

Mit hohem Risiko zum Erfolg

"Korsika war für mich meine letzte Titelchance. Deswegen habe ich alles gegeben, um hier zu gewinnen. Ich bin ein hohes Risiko eingegangen", meinte der 29-jährige Solberg, der um sein Antreten im zwölften Saisonlauf lange hatte zittern müssen. Beim letzten Test am Donnerstag beschädigte der Vizeweltmeister seinen Subaru so schwer, dass sein Auto nach einer Nachtschicht der Mechaniker erst zwei Stunden vor dem Start wieder voll einsatzfähig war.

Für den Wiener Manfred Stohl war der drittletzte WM-Lauf bereits am Samstag auf Sonderprüfung elf vorzeitig zu Ende gegangen. Der Österreicher war auf dem durch die heftigen Regenfälle klitschnassen Asphalt von der Strecke gerutscht und mit seinem Peugeot in einem Graben stecken geblieben. Zu diesem Zeitpunkt war "Stohlito" auf Platz 14 gelegen.

Loeb und Stohl mit dem gleichen Missgeschick

Auch dem französischen Citroen-Piloten Sebastien Loeb war die nasse Strecke zum Verhängnis geworden. Loeb war zwar nach dem Ausritt am Samstag in der Lage, die Rallye fortzusetzen und insgesamt fünf SP-Bestzeiten zu markieren, doch am Ende schaute trotzdem nur Rang 13 für ihn heraus. Dadurch fiel er in der WM auf Platz vier zurück, mit sechs Punkten Rückstand auf Sainz hat er aber vor den beiden letzten Saisonläufen in Spanien und Wales noch Titelchancen.

In der seriennahe Gruppe N ist Titelentscheidung dagegen schon gefallen. Der Brite Martin Rowe wurde im Subaru Impreza erstmals Weltmeister. (APA)

Endstand der Korsika-Rallye (16 Sonderprüfungen und 971 Gesamtkilometern):

  • 1. Petter Solberg/Philip Mills (NOR/GBR) Subaru Impreza WRC 4:20:15,3 Stunden -
  • 2. Carlos Sainz/Marc Marti (ESP) Citroen Xsara WRC +36,6 Sek. -
  • 3. Francois Duval/Stephane Prevot (BEL) Ford Focus WRC +41,7 -
  • 4. Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (FIN) Peugeot 206 WRC +1:09,2 Min. -
  • 5. Colin McRae/Derek Ringer (GBR) Citroen Xsara WRC +1:26,0 -
  • 6. Gilles Panizzi/Herve Panizzi (FRA) Peugeot 206 WRC +1:58,7 -
  • 7. Tommi Mäkinen/Kaj Lindström (FIN) Subaru Impreza WRC +2:25,8 -
  • 8. Richard Burns/Robert Reid (GBR) Peugeot 206 WRC +2:36,7

    Ausgeschieden auf der zweiten Etappe, u.a.: Manfred Stohl/Ilka Minor (AUT) Peugeot (11. SP)

    WM-Stände: 1. Sainz 61 Punkte - 2. Solberg 58 - 3. Burns 58 - 4. Sebastien Loeb (FRA) Citroen Xsara WRC 55 - 5. Grönholm 43 - 6. Markko Märtin (EST) Ford Focus WRC 43

    Markenwertung: 1. Citroen 137 Punkte - 2. Peugeot 129 - 3. Subaru 88 - 4. Ford 78 - 5. Skoda 21 - 6. Hyundai 12

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      Marko Märtin (EST) bewegt seinen Ford Focus durch korsische Gassen.

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      Petter Solberg ist wieder voll im Geschäft.

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