Mordfall Gsell: Ehefrau Tatjana will ihre Lebensgeschichte schreiben

21. Oktober 2003, 10:29
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Nach einer überraschenden Entlassung hat die Witwe des reichen Schönheitschirurgen neue Pläne

Berlin - Nach ihrer Freilassung will die Witwe des getöteten Nürnberger Schönheitschirurgen Franz Gsell ihre Lebensgeschichte vermarkten. Die Anwälte von Tatjana Gsell sammelten derzeit Angebote für Exklusiv-Verträge, wie die "Welt am Sonntag" berichtete. Sie wolle damit die Kaution in Höhe von 100.000 Euro auslösen, für die ihre Eltern eine Bürgschaft aufgenommen haben. Die Eltern sind Eigentümer einer Fahrschule in Bamberg.

Überraschende Entlassung

Tatjana Gsell war am Freitag, sieben Monate nach dem Tod ihres Mannes, überraschend aus der Haft entlassen worden. Der Verdacht, Tatjana Gsell sei direkt am Tod ihres Mannes beteiligt gewesen, ließ sich nicht erhärten. Der 76-jährige Franz Gsell war am 5. Jänner von Unbekannten überfallen und zusammengeschlagen worden. Er starb am 26. März an den Folgen des Angriffs. Gsell war unter anderem vorgeworfen worden, sie habe mit dem gestohlenen Luxuswagen ihres Mannes eine Diebstahlsversicherung abkassieren wollen. (APA)

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    Tatjana Gsell will ihr Leben vermarkten

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