Weniger Krebstodesfälle

19. Oktober 2003, 16:30
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Statistik Austria: Zahl der neu diagnostizierten Erkrankungsfälle nimmt deutlich zu - mit Grafik

Wien - Früherkennung und bessere Behandlungsmethoden wirken sich in der österreichischen Krebsstatistik massiv aus. Die Zahl der neu diagnostizierten Erkrankungsfälle hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, die Sterberate ist gleichzeitig um 15 Prozent gesunken, teilte die Statistik Austria mit.

Bereits Ende Juli hatte in Fachkreisen eine wissenschaftliche Untersuchung über die Krebssterblichkeit in der EU für Aufsehen gesorgt: Demnach war es innerhalb der ersten fünf Jahre der EU-Kampagne gegen Krebs allein Österreich und Finnland gelungen, bei Männern und Frauen einen 15-prozentigen Rückgang der Zahl der Todesfälle durch bösartige Erkrankungen zu erreichen.

Zahl der Krebstoten

Im Jahr 2002 sind laut der von der Statistik Austria ermittelten Todesursachenstatistik 129,5 von 100.000 Österreichern an Krebs gestorben. Das ist ein Rückgang der Sterblichkeit von 15 Prozent innerhalb von zehn Jahren. 1992 lag die Zahl der Krebstoten pro 100.000 noch bei 152,5. Die Entwicklung verlief bei Männern und Frauen ähnlich. Hier die Daten von 1983 und 2001 bei Männern bzw. Frauen: 1983 erlagen 207,7 Männer pro 100.000 Krebsleiden, bei den Frauen waren es 130,2 Opfer. Im Jahr 2001 betrug diese Rate bei den Männern 166,3 Todesfälle pro 100.000 und bei den Frauen 103,3.

Gleichzeitig hat sich die Zahl der diagnostizierten Krebserkrankungen deutlich erhöht. Statistisch gesicherte Werte liegen in diesem Bereich bis ins Jahr 2000 vor. In diesem Jahr wurden insgesamt 34.401 Krebserkrankungen registriert. Zehn Jahre zuvor waren es 31.426. Die über die Jahre kontinuierliche Zunahme der erkannten Krebserkrankungen wurde nur 1999 unterbrochen, als es einen markanten Rückgang ab. 1983 erkrankten 308,3 Männer von 100.000 an Krebs, im Jahr 2000 waren es 334,1. Bei den Frauen betrugen die entsprechenden Raten 245,2 bis 232,1 pro 100.000.

Krebsarten

Bei den Männern hat der Prostatakrebs den Lungenkrebs als häufigste Erkrankung abgelöst, bei den Frauen ist Brustkrebs nach wie vor das am besten diagnostizierte Krebsleiden. Das Risiko von Frauen, an Lungenkrebs zu erkranken, ist in den vergangenen zehn Jahren jedoch gestiegen.

Leicht rückläufig sind die Erkrankungen an Dickdarmkrebs (kolorektaler Krebs), der bei Frauen die zweithäufigste und bei Männern die dritthäufigste bösartige Krankheit ist. Bei Frauen sank die altersstandardisierte Rate in den vergangenen zehn Jahren um zwölf Prozent, bei Männern um drei Prozent. Im Jahr 2000 erkrankten 27,4 von 100.000 Frauen und 46,4 von 100.000 Männern an Kolorektalkrebs. Stark rückläufig ist die Zahl der Neuerkrankungen an Magenkrebs. (APA)

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    Grafik: Krebs in Österreich

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    Brustkrebs: Australische Aktion zur Bewusstseinserhöhung (Archivbild)

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