Mahnmal in Mödling enthüllt

28. Oktober 2003, 11:47
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Zur Erinnerung an vertriebene jüdische Mitbürger

Mödling - Rund 30 in der Nazi-Zeit vertriebene jüdische Emigranten sind der Einladung zum 1100-Jahr-Jubiläum von Mödling gefolgt. Von 23. bis 26. Oktober besuchten sie ihre Heimatstadt. Im Rahmen des Gedenkens an das wohl dunkelste Kapitel der Mödlinger Stadtgeschichte wurde am Nationalfeiertag am Platz vor der ehemaligen Synagoge ein vom Bildhauer Karl Novak entworfenes Mahnmal enthüllt.

Man habe den jüdischen Mitbürgern in einer Zeit "als sich über Mödling, unsere Heimat und ganz Europa die Sonne verfinsterte, Krieg und Rassismus herrschte, alles genommen, deren Glauben zerstört, deren Gotteshäuser niedergebrannt, sie verfolgt und ihnen jegliche Existenzberechtigung abgesprochen", hieß es in einer Aussendung der Stadtgemeinde. Es gehe deshalb nun auch darum, "inne zu halten und die dunklen Seiten in der Geschichte zu beleuchten". (APA)

"1100 Jahre Mödling", Enthüllung des Mahnmals zum Gedenken an die vertriebenen jüdischen Mitbürger; 26. Oktober, 12.00 Uhr, Platz vor der ehemaligen Synagoge Mödling, Enzersdorferstraße 4
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