11.000 Jugendliche auf Lehrstellensuche

23. Oktober 2003, 18:39
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Nur 2.800 Plätze frei - AK-Präsident Tumpel fordert neue Lösung für Lehrstellen-Krise

Wien - Fast 11.000 Jugendliche sind nach Angaben der Arbeiterkammer (AK) auf der Suche nach einer Lehrstelle, derzeit gibt es bundesweit aber nur 2.800 offene Plätze. AK-Chef Herbert Tumpel sprach am Freitag angesichts dieser Zahlen von einer Lehrstellen-Krise, die eine neue Lösung erfordere.

Es sei "zu wenig, dass Wirtschaftsminister Martin Bartenstein 5.500 Plätze in 10-monatigen Lehrgängen im Auffangnetz zur Jugendausbildung zugestanden hat", so Tumpel. "Die Unternehmen sollen ausbilden oder für die Ausbildung zahlen."

Von den knapp 11.000 Lehrstellen Suchenden im Oktober brauchten 7.500 sofort eine Lehrstelle, forderte der AK-Präsident die Regierung heute auf, "endlich etwas für die Jungen zu tun". 3.300 Jugendliche seien noch in kurzfristigen Kursen des Arbeitsmarktservice (AMS), die nicht zum Auffangnetz gehörten, und würden demnächst eine Ausbildung brauchen. "Da sind nur 2.800 offene Lehrstellen quer durch Österreich ein Armutszeugnis - erst recht, wenn die Wirtschaft ständig über Fachkräftemangel klagt", sagte Tumpel.

Das Modell der AK zur Lösung des Lehrstellen-Problems ist Teil ihres "Zukunftspakets für Junge": ein fixes Auffangnetz, das nicht nur von einem Jahr auf das andere neu eingerichtet wird; Auffangnetz-Ausbildungen, die wieder zum Lehrabschluss führen; und im Übrigen besondere selbstständige Ausbildungseinrichtungen für Zukunftsberufe im EDV-Bereich, bei denen nicht ausbildende Unternehmer mitzahlen.(APA)

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