Vermehrt Schlaganfälle bei Luftverschmutzung

22. Oktober 2003, 19:35
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Studie: Besonders bei Temperaturen von über 20 Grad Celsius erhöhtes Risiko

Dallas - Starke Luftverschmutzung erhöht das Schlaganfall-Risiko. Das gilt besonders bei Temperaturen von 20 Grad Celsius oder mehr, wie eine im "Journal of the American Heart Association" veröffentlichte taiwanesische Studie ergab.

Die Wissenschafter hatten die Daten von 23.179 Patienten ausgewertet, die wegen Schlaganfällen in den Jahren 1997 bis 2000 ins Krankenhaus eingewiesen worden waren. Zugleich wurde die Luftverschmutzung am Tag der Krankenhauseinweisung, eine Woche davor und eine Woche danach gemessen.

Die Experten stellten dabei einen Zusammenhang zwischen ansteigender Luftverschmutzung und der Häufigkeit von Schlaganfällen fest. "Schwebstoffe in der Luft und Stickstoffdioxid scheinen dabei die wichtigsten Schadstoffe zu sein", sagte Studienleiter Chun-Yuh Yang. Offenbar führten die Schadstoffe zu einer Veränderung des Blutflusses und des gesamten Blutkreislaufsystems. Yang riet gefährdeten Menschen daher, bei höheren Temperaturen und starker Luftverschmutzung den Aufenthalt im Freien zu meiden. (APA/AP)

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