Verteidigungs- ministerium will Öffentlichkeitsarbeit umbauen

23. Oktober 2003, 20:51
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Verbesserung der Dienstleistungen für die Medien - Bisheriger Leiter nun in militärischer Grundlagenforschung - Schober: "Nicht erfreulich"

Ein Jahr nach der letzten Umstrukturierung plant man im Verteidigungsministerium einen neuerlichen Umbau der Öffentlichkeitsarbeit. Eine Projektgruppe unter der Leitung von Herbert Kullnig, früher Leiter des Pressedienstes und nunmehr Büroleiter von Ressortchef Günther Platter (V), soll eine neue Ausrichtung erarbeiten. Oberst Wolfgang Schober, der bisherige Leiter der Abteilung für militärische Öffentlichkeitsarbeit (MilÖA), wird künftig an der Landesverteidigungsakademie beschäftigt. Die Leitung der Abteilung übernimmt vorerst Schobers bisheriger Stellvertreter Major Peter Vorhofer.

Verbesserung dre Dienstleistungen

Ziel der Gruppe sei eine Verbesserung der Dienstleistungen für die Medien sowie der internen und externen Kommunikation, hieß es am Freitag in einer Aussendung des Ministeriums. Angestrebt wird auch eine im Regierungsprogramm vorgesehene Intensivierung der sicherheitspolitischen Information der Bevölkerung. Kullnig wird als "erfahrener Öffentlichkeitsarbeiter" bezeichnet. Platter: "Auf dem Sektor der Öffentlichkeitsarbeit stehen in nächster Zeit viele Themen an, deren Erledigung einer optimalen Organisation bedürfen."

"Nicht erfreulich"

Für Schober ist die Rochade "nicht erfreulich". Die militärische Öffentlichkeitsarbeit sei noch nie so erfolgreich gewesen wie unter seiner Leitung. So sei während des Irak-Krieges ein von zahlreichen Medien angenommener Experten-Pool eingerichtet worden. Er verwies auch darauf, dass bei der Einrichtung seiner Abteilung ursprünglich eine zweijährige Evaluierungsphase vereinbart worden sei.

"Qualifikation ist das Entscheidende"

Der Pressedienst und das Büro für Wehrpolitik waren erst vor einem Jahr im Zuge der vom früheren freiheitlichen Ressortchef Herbert Scheibner eingeleiteten Reorganisation des Ministeriums zusammengelegt worden. Leiter wurde damals Schober, der in seiner Heimatgemeinde Statzendorf auch für die Freiheitlichen aktiv ist. Dass die Parteipolitik hinter seiner Berufung stecken könnte, hatte er damals strikt zurückgewiesen: "Ich denke, die Qualifikation ist das Entscheidende." (APA)

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