Sun Microsystems weiter tief in den roten Zahlen

27. Oktober 2003, 10:17
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286 Millionen Dollar Verlust - Trotz der hohen Verluste keine Entlassungen geplant

Das amerikanische Computer- und Softwareunternehmen Sun Microsystems Inc. ist im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2003/2004 wegen weiter fallender Umsätze tief in der Verlustzone stecken geblieben.

Absturz

Das Unternehmen wies in dem am 28. September beendeten Dreimonatsabschnitt rote Zahlen von 286 Millionen Dollar (246 Millionen Euro) aus, gegenüber einem Verlust von 111 Millionen Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit.

Der Verlust pro Aktie betrug neun (vier) Cent, während die Wall Street mit acht Cent Minus je Aktie gerechnet hatte. Der Quartalsumsatz schrumpfte um acht Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar.

Produktpalette

Sun Microsystems bietet Unternehmen große Rechner und Software an, mit denen sie ihre Online-Operationen betreiben können. Die Gesellschaft befindet sich mit ihren Servern, Speicherprodukten und ihrer Software in hartem Konkurrenzkampf mit Firmen wie IBM, Hewlett- Packard und Dell. Sun hat in den letzten Jahren besonders stark unter der schwachen Nachfrage der Unternehmen nach Technologieprodukten und unter billigeren Konkurrenzerzeugnissen gelitten.

Sun Microsystems bietet nach Darstellung von Scott McNealy, dem Chef des Unternehmens, Innovation, Auswahl und Werte wie nie zuvor. Die Fortführung der Strategie werde sich langfristig in Form höherer Umsätze auszahlen.

Keine Entlassungen

Tortzdem will Sun an ihrer Strategie festhalten und plant keine größeren Einschnitte beim Stellenplan. CFO Steve McGowan erteilte während einer Telefonkonferenz mit Analysten am Donnerstag entsprechenden Forderungen der Branchenbeobachter eine Absage. Erst wenn sich zeige, dass nachhaltige Rentabilität und positiver Cash-Flow mittelfristig nicht erreichbar seien, werde Sun die erforderlichen Schritte zur Sicherung des Konzerns unternehmen, sagte McGowan im Anschluss an die Veröffentlichung der Erstquartalszahlen 2003/04.

Warnungen

Sun Micro erreichte mit einem Ergebnis je Aktie von minus 0,08 USD die Schätzungen der Analysten. Allerdings hatte der Computerhersteller den Markt darauf am Tag nach dem Ende des Quartals mit einer Gewinnwarnung vorbereitet. Bis dahin hatten die Beobachter mit einem Fehlbetrag von 0,02 USD kalkuliert. Mit acht Prozent Umsatzminus verbuchte Sun zum zehnten Mal in Folge einen Rückgang. Acht Quartale davon wurden mit Verlust beendet. Neben dem allgemeinen Abschwung sei das Ergebnis von Sun durch die niedrigpreisigen Angebote der Wettbewerber betroffen worden. Das Unternehmen wies einen negativen Cash-Flow von 49 Mio USD für das erste Quartal aus.

Hoffnung

Sun-CEO Scott McNealy sagte, er wisse, dass Sun wachsen müsse. Allerdings habe das Unternehmen positive Rückmeldungen von Kunden, besonders auf die jüngst eingeführten niedrigpreisigen Computer. Davon sei in nächster Zeit viel Schwung für das Unternehmen zu erwarten.(APA)

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