Nur vier Prozent lesen Spam

23. Oktober 2003, 15:23
2 Postings

UserInnen entwickeln subtile Methoden gegen Junk-Mails

Eine Studie des US-Onlinevermarkters Doubleclick dürfte den Spammern die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Demnach lesen lediglich vier Prozent der UserInnen Spam-Mails. 65 Prozent löschen als Spam erachtete Mails sofort, ohne diese überhaupt zu öffnen. Die Consumer-E-Mail-Studie wurde im Sommer dieses Jahres durchgeführt.

Unangenehm

Spam führen die Hitliste der Ärgernisse bei E-Mail-Empfängern an - für 89 Prozent stellen sie das Hauptübel dar. Der/Die durchschnittliche UserIn hat im Untersuchungszeitraum 264 E-Mails pro Woche empfangen, eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als 254 elektronische Poststücke in den Accounts landeten. Der Anteil der Junk-Mails blieb dabei mit 56 Prozent konstant.

Abwehr

Die UserInnen haben aber gleichzeitig ihre "Abwehrstrategie" gegen Spam verfeinert. So löschen nunmehr zwei Drittel entsprechende Mails, ohne sie gelesen zu haben. Im Vorjahr ist der Wert dieser "Spam-Ignoranten" noch bei 60 Prozent gelegen. Überhaupt nur mehr jedeR 25. UserIn liest ein Spam-Mail, 2002 war es noch jeder 20. Darüber hinaus kreieren die KonsumentInnen zunehmend Bulk Folders, in denen automatisch Massen-E-Mails unbekannten Ursprungs landen.

Automatisch

36,1 Prozent der UserInnen vertrauen auf die Spam-Funktionen ihres E-Mail-Programmes und knapp 16 Prozent haben zusätzlich spezielle Filtersoftware heruntergeladen. 13,7 Prozent haben sich gar eine zweite E-Mail-Adresse zugelegt, über die Online-Käufe getätigt werden. Was den Spam-Begriff betrifft, sind Frauen offenbar etwas "toleranter" als Männer. Demnach definieren etwa 36 Prozent der Männer jedes Mail, das "mir ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen will", automatisch als Spam. Bei den Frauen treffen dagegen nur 32 Prozent eine entsprechende Klassifizierung. (pte)

Share if you care.