Spielbericht: Feyenoord eliminiert Kärnten

27. Oktober 2003, 16:18
5 Postings

Ein frühes Tor von Buffel zum etwas schmeichelhaften 0:1-Endstand besiegelte das Ausscheiden mit dem Gesamtscore von 1:3

Klagenfurt - Der FC Kärnten ist auch im dritten Anlauf gescheitert, in die zweite Runde des Fußball-UEFA-Cups einzuziehen. Nach PAOK Saloniki (2001) und Hapoel Tel Aviv (2002) kam diesmal gegen Feyenoord Rotterdam das Aus für die Klagenfurter. Die Niederländer, die das Hinspiel vor drei Wochen glücklich mit 2:1 gewonnen hatten, feierten am Donnerstagabend in Kärntens Hauptstadt einen schmeichelhaften 1:0-(1:0)-Erfolg und schafften mit dem Gesamtscore von 3:1 den Aufstieg.

Damit ist Österreich in der zweiten UEFA-Cup-Runde nur noch durch den SV Salzburg (nach dem sensationellen 2:1-Auswärtssieg gegen Udinese) vertreten, da auch Champion Austria Wien (gegen Borussia Dortmund) und Vizemeister GAK (gegen Vaalerenga Oslo) bereits am Mittwoch in der Auftaktrunde gescheitert waren.

Geldstrafe wegen nicht genehmigter Zusatz-Tribüne

Rund 7.000 Zuschauer pilgerten ins Wörthersee-Stadion, trotzdem kam angesichts dieser Rekordkulisse beim Kassier keine Freude auf. Da zwei Zusatz-Tribünen ohne UEFA-Genehmigung aufgestellt worden waren, stand das Spiel sogar vor der Absage. Die UEFA-Delegierten gaben dann zwar doch Grünes Licht für das Match, doch eine saftige Geldstrafe wird den Kärntnern wegen dieses Vergehens wohl nicht erspart bleiben.

Buffel sträflich vernachlässigt

Die erste große Chance im Spiel hatten die Kärntner, die sehr druck- und schwungvoll begannen, in der achten Minute, als Ambrosius nach Vorarbeit von Höller und einer Schellander-Flanke über das Tor köpfelte, doch das erste und vorentscheidende Tor schossen die Gäste: Nach perfekter Körpertäuschung und Pass von Kuijt zur Mitte stand der von der Kärnten-Abwehr vernachlässigte Thomas Buffel, der bereits in Rotterdam den Siegtreffer zum 2:1 besorgt hatte, goldrichtig und nutzte die erste Feyenoord-Möglichkeit eiskalt zum 0:1 (15.). Wenig später hätte es bereits beinahe 0:2 geheißen, als Kolvidsson einen Ono-Pass gefährlich abfälschte. Aber Goriupp zeichnete sich mit einer Parade aus und wehrte in den Corner ab (18.).

Pech für FC Kärnten

Eine gute Viertelstunde dauerte es, bis sich die Kärntner von diesem frühen Schock erholten und fast den Ausgleich erzielten: Nach einem Bubalo-Kopfball schlug der am langen Eck stehende van Persie den Ball noch weg (36.). Kurz vor der Pause war dann wieder Feyenoord am Drücker, als der Ball nach schnellem Konter und Idealpass von Ono auf Buffel nur knapp am langen Eck vorbeischrammte (42.).

Goalie Zoetebier überragend

In der Pause entschloss sich Kärnten-Trainer Hannes Haubitz zu einem Doppeltausch und brachte Kabat für Ambrosius sowie Kampel für Kogler. Diese Umstellungen brachten neuen Schwung ins Spiel der Hausherren, aber Feyenoord-Schlussmann Zoetebier zeichnete sich in der zweiten Hälfte gleich mehrmals aus. Einen Höller-Gewaltschuss (48.) entschärfte er ebenso mit einer Glanztat wie einen Schellander-Freistoß (59.) und einen Schuss von Hota, der nach schnellem Konter ganz allein auf das Gehäuse der Niederländer gestürmt war (66.). Damit hatte Zoetebier entscheidenden Anteil am Auswärtssieg des UEFA-Cup-Champions 2002, der mit dem FCK aber immerhin einige Mühe hatte. (APA)

Erstrunden-Rückspiel:

  • FC Kärnten - Feyenoord Rotterdam 0:1 (0:1)
    Wörthersee-Stadion Klagenfurt, 6.800, Loizos Loizou/Zypern. Hinspiel: 1:2. Feyenoord mit 3:1 in der zweiten Runde.

    Tor:
    0:1 (15.) Buffel

    FC Kärnten: Goriupp - Jovanovic, Kogler (46. Kampel), Papac, Schellander - Zafarin, Kolvidsson, Hota (85. Junior), Höller - Ambrosius (46. Kabat), Bubalo

    Feyenoord: Zoetebier - Swerts, van den Berg, Paauwe, G. de Nooijer - Acuna, Ono (89. Ghaly), Schreuder - Kuijt, Buffel, van Persie (74. Lurling)

    Gelbe Karten: Jovanovic, Kabat, Schellander bzw. Acuna

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Buffel (rechts vorne) brachte Feyenoord schon in der 15. Minute auf die Siegerstraße.

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Auch großer Einsatz brachte nicht den gewünschten Erfolg. Stanko Bubalo (Kärnten/li) im Zweikampf mit Peter van den Berg (Feyenoord).

    Share if you care.