ÖGB-Frauen: Aktive Gleichstellung statt Stillstand

17. Oktober 2003, 08:44
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Forderungen: Gender Mainstreaming umsetzen, Kindergeld verbessern und Einkommensschere schließen

Wien - "Eine fortschrittliche Frauenpolitik existiert 'dank' dieser Bundesregierung derzeit nicht. Österreich ist bei der Chancengleichheit der Frauen eines der Schlusslichter in der EU. Anstatt dieses Stillstands brauchen wir dringend eine aktive Gleichstellungspolitik", erklärte die ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits am Donnerstag beim ÖGB-Bundeskongress. So konzentrierten sich die Anträge der Frauenabteilung beim ÖGB-Bundeskongress auf die Themen Kinderbetreuungsgeld, Gender Mainstreaming und gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit.

Forderungen

Beim Kindergeld fordern die ÖGB-Frauen die Aufhebung der Zuverdienstgrenze bei Teilzeitkarenz, einen stärkeren Kündigungsschutz für Väter und eine zusätzliche Geldleistung für karenzierte ArbeitnehmerInnen. Zur Erreichung der Chancengleichheit verlangen die ÖGB-Frauen neben gezielter Frauenförderung die Umsetzung des Gender Mainstreaming. Bund, Länder, Gemeinden, aber auch der ÖGB und die Gewerkschaften wurden aufgefordert, in allen Politikbereichen Frauen benachteiligende Strukturen zu beseitigen. Umgesetzt müsse Gender Mainstreaming auch in der Kollektivvertragspolitik werden. Damit Frauen "gleiches Geld für gleichwertige Arbeit" erhalten, sei eine diskriminierungsfreie Arbeitsbewertung nötig, ebenso müssten mehr Frauen in die Kollektivvertragsverhandlungsteams aufgenommen werden, heißt es in den Anträgen der ÖGB-Frauen. (red)

Die vollständigen Anträge im Wortlaut finden Sie in der Rubrik "Anträge" auf der Seite des Bundeskongress.
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