Pensionen: Molterer lobt ÖGB-Modell - Aber Fragen offen

20. Oktober 2003, 17:20
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ÖVP-Klubobmann: Kritik an Gewerkschaftern wegen ÖBB und AUA

Wien - Nach Ende des ÖGB-Kongresses erwartet ÖVP-Klubobmann Wilhelm Molterer bei der Harmonisierung der Pensionssysteme nun die Phase politischer Entscheidungen. Das ÖGB-Modell sei eine "interessante Sache", es blieben aber noch viele Fragen offen, meinte Molterer im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" (Freitag-Ausgabe). Schließlich sei auch dort die Formel 65-45-80 (Pensionseintritt mit 65 nach 45 Beitragsjahren und 80 Prozent Bemessungsgrundlage) unumstritten. Offen bleibe aber die Finanzierung. Dennoch: "Ich bin froh, dass der ÖGB das Modell jetzt auf den Tisch gelegt hat. Ich halte das für einen wesentlichen Fortschritt in der Diskussion", sagte Molterer.

Kritik an den Gewerkschaftern gibt es vom ÖVP-Klubchef im Zusammenhang mit ÖBB und AUA. Es sei nicht Aufgabe der Politik, den Menschen Sand in die Augen zu streuen, sondern die als notwendig erkannten Reformen auch umzusetzen.

Die Diskussion der letzten Tage um eine Regierungsumbildung bezeichnete Molterer als "wishful thinking". Der Vizekanzler heiße Herbert Haupt, und mehr sei dazu auch nicht zu sagen. (APA)

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