Pensionskassen sehen heuer gute Performance

26. Oktober 2003, 20:24
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Sechs bis sieben Prozent Plus erwartet - mit Infografik

Wien - Nach mehreren schwierigen Veranlagungsjahren mit einer negativen Performance erwarten die heimischen Pensionskassen für heuer einen Wertzuwachs von sechs bis sieben Prozent, "wenn die Entwicklung nicht völlig abbricht", wie Fachverbandsobmann Dietmar Neyer sagt. Im Durchschnitt hätten die Kassen bis Ende September ein Plus von fünfeinhalb Prozent erreicht.

Mehr als 16 Prozent der Arbeitnehmer haben ein betriebliches Vorsorgesystem; mehr als 60 Prozent der Anwartschaftsberechtigten haben ihr Geld in überbetrieblichen Pensionskassen. "Die tragende Säule der betrieblichen Altersvorsorge", wie Wifo-Experte Karl Aiginger bei der Präsentation einer neuen Studie zum Thema sagte. Bis Ende dieses Jahres könnte demnach die Zahl der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten der Pensionskassen auf fast 400.000 steigen. Im Vorjahr betrug der Zuwachs 54.000 auf 307.000.

Motivation und Bindung

Mittlerweile würden bereits zwei Prozent des Geldvermögens in Österreich von diesen Einrichtungen verwaltet, sagte Wifo-Studienautor Thomas Url. Starke Motive der Arbeitgeber für die Einführung einer betrieblichen Altersvorsorge seien die Motivation zu höherer Leistung und die Bindung qualifizierter Mitarbeiter. Im Jahr 2000 hätten bereits 31.200 Unternehmen ihren Mitarbeitern eine Betriebspension gewährt. Dadurch gelangten etwa 434.000 Personen in den Genuss einer Anwartschaft, und mehr als 100.000 erhielten bereits Leistungen.

Am höchsten ist die Dichte der betrieblichen Altersvorsorge laut Wifo in der Energie- und Wasserversorgung mit 45,5 Prozent (oder 12.975 Beschäftigten), gefolgt von Banken und Versicherungen mit 33,5 Prozent (36.237) und dem Bergbau mit 33,1 Prozent (4.068). (DER STANDARD Printausgabe, 17.10.2003, APA)

  • Betriebliche Altersvorsorge
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