Europäische Umfrage: Mehr Unsicherheit durch Bushs Politik

17. Oktober 2003, 17:50
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Schweizer und Belgier sind gegenüber USA besonders kritisch

Bern - 57 Prozent der Europäer denken, dass die Welt durch die Politik von US-Präsident George W. Bush in den vergangenen zwölf Monaten gefährlicher geworden ist. Lediglich 7 Prozent finden sie sicherer. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter der europäischen Bevölkerung, die von dem Meinungsforschungsinstitut Taylor-Nelson-Sofres und Isopublic im Auftrag von CNN in elf Ländern durchgeführt wurde. Österreichische Bürger wurden nicht befragt. Die Einstellung der Europäer gegenüber den USA hat sich demnach im vergangenen Jahr verschlechtert.

Gefährlicher

Am negativsten fällt das Urteil in der Schweiz und in Belgien aus. 69 Prozent der dortigen Bevölkerung denken, die Welt sei durch Bushs Politik gefährlicher geworden.

Ein Drittel der Befragten erklärt, seine Haltung gegenüber den USA habe sich im vergangenen Jahr verschlechtert. Die Position von 58 Prozent ist gleich geblieben. Nur bei 5 Prozent hat sich die Meinung über die USA verbessert. Am meisten verschlechterte sich die Stimmung gegenüber den Vereinigten Staaten bei den Schweizern (46 Prozent), gefolgt von Finnen und Spaniern. Die Meinung der Briten von den USA wurde am wenigsten beeinträchtigt (20 Prozent).

Egoistisches Handeln

Mehr als jeder zweite Europäer glaubt, die USA handeln nur im eigenen Interesse. Ein Drittel denkt hingegen, die USA agieren auf der Weltbühne nur dann, wenn ihre Interessen mit jenen anderer Nationen übereinstimmen. 11 Prozent glauben schließlich, die USA seien im besten Interesse der ganzen Welt tätig. Vor allem die Finnen werfen den USA egoistisches Handeln vor (71 Prozent befürworten diese Aussage.) Am wenigsten trifft diese Meinung auf Dänen und Briten zu.

Insgesamt wurden im September 11.059 Interviews geführt, in Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Spanien, Schweden und in der Schweiz. (APA)

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