SAP schraubt Gewinn und Prognose in die Höhe

27. Oktober 2003, 10:17
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Gutes drittes Quartal - Betriebsergebnis stieg um 23 Prozent - Erfolgreiches Geschäft in den USA

Das Softwareunternehmen SAP hat im dritten Quartal beim Gewinn kräftig zugelegt: Das Betriebsergebnis stieg um 23 Prozent auf 413 Mio. Euro (2002: 336 Mio. Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in Walldorf mitteilte. "Trotz des weiterhin schwierigen Marktumfelds erzielte die SAP ein sehr gutes Quartalsergebnis", sagte Vorstandssprecher Henning Kagermann. Der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware schraubte gleichzeitig seine Prognose für das laufende Jahr in die Höhe.

Unverändert

Die Softwarelizenzumsätze bei SAP betrugen im dritten Quartal 433 Mio. Euro. Dies sei nahezu unverändert gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Der Gewinn nach Steuern konnte zwischen Juli und September um 25 Prozent auf 252 Mio. Euro erhöht werden. Der Gesamtumsatz sei hingegen im dritten Quartal um 3 Prozent auf 1,65 Mrd. Euro gesunken. Die Erlöse in Deutschland seien um 4 Prozent zurückgegangen. SAP hatte die Aktienmärkte vergangene Woche mit einem stabilen Umsatz bei den Softwarelizenzen beflügelt. Der Konzern erwartet nun, dass er im laufenden Jahr bei der bereinigten operativen Marge um 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr zulegen kann. Bisher war von einer Steigerung um 1 bis 1,5 Prozentpunkte ausgegangen worden.

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SAP gehe davon aus, im dritten Quartal erneut Marktanteile hinzugewonnen zu haben. So konnte das Unternehmen nach eigenen Berechnungen einen Anteil von 57 Prozent verbuchen. Am Ende des zweiten Quartals seien es noch 55 Prozent gewesen. Kagermann sagte: "Unsere erfolgreiche Vertriebsstrategie, insbesondere im US-amerikanischen Markt, in Verbindung mit der fortgesetzten Verbesserung unserer internen Effizienz waren die Bausteine für diesen Erfolg." Das Unternehmen werde auch weiterhin in strategische Bereiche investieren.

204 Mitarbeiter mehr

Die Zahl der Mitarbeiter betrug am 30. September 29.165 - 204 Personen mehr als am 30. Juni 2003. Der Umsatz in der Region Amerika sei um 2 Prozent auf 572 Mio. Euro gesunken. Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse wurde ein Anstieg um 11 Prozent verzeichnet. Das Ergebnis sei durch gute Softwarelizenzumsätze in den USA positiv beeinflusst worden, die aus höher als erwarteten Abschlussraten im dritten Quartal resultierten. Der Softwarelizenzumsatz in den USA sei um 35 Prozent gestiegen. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika gingen die Erlöse im dritten Quartal um 4 Prozent auf 877 Mio. Euro zurück. Das wirtschaftliche Umfeld in vielen europäischen Ländern bleibe nach wie vor schwierig. Die Umsätze in der Region Asien/Pazifik betrugen wie in der Vorjahresperiode 203 Mio. Euro.

Weniger Umsatz

Der Gesamtumsatz in den ersten neun Monaten sank um 6 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro. Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse stieg er um 2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Das Betriebsergebnis stieg von Jänner bis September um 25 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. (APA)

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