Mazda Austria übernimmt Italien-Geschäft

19. Oktober 2003, 19:54
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Umsatzplus von 25 Prozent - Ersatzteillogistik wandert aus Belgien nach Klagenfurt

Klagenfurt - Mazda Austria mit Sitz in Klagenfurt wird ab dem kommenden Jahr auch den italienischen Markt bearbeiten. Das Unternehmen übernimmt die gesamte Ersatzteil- und Zubehörlogistik für das südliche Nachbarland. Bisher war dieses Marktsegment von Belgien aus betreut worden. Dadurch wird ein Umsatzplus von 25 Prozent erwartet.

"Damit wird Mazda Austria für einen Markt mit insgesamt mehr als 130 Millionen Einwohnern verantwortlich sein", erklärte Geschäftsführer Josef Schmid am Donnerstag. Die Gründe, warum die Ersatzteileversorgung für Italien künftig von Österreich aus organisiert wird, sind laut Schmid neben dem langjährigen Know-how im Export auch die günstige geographische Lage und die Leistungsfähigkeit der Strukturen des Unternehmens. Der Geschäftsführer verwies auch auf die enorm hohe Verfügbarkeit der bestellten Teile in Klagenfurt: "97,19 Prozent sind sofort verfügbar."

Ost-Drehscheibe

Das Unternehmen expandiert bereits seit 1992 Schritt für Schritt über die Landesgrenzen hinaus. Heute ist Klagenfurt die Drehscheibe für den Vertrieb von Mazda-Produkten in Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Bosnien-Herzegowina, Serbien-Montenegro, Mazedonien, Rumänien und Bulgarien. Mit den 90 italienischen Händlerbetrieben erhöht sich die Zahl der zu beliefernden Händler auf 300. Schmid: "Die Lieferungen erfolgen täglich, 90 Prozent erhalten ihre Teile am Tag nach der Bestellung."

Schmid rechnet damit, dass der Jahresumsatz von Mazda Austria durch den italienischen Markt kurzfristig um ein Viertel gesteigert wird, derzeit liegt er bei 40 Mio. Euro. Mazda Austria ist nach Deutschland und Großbritannien damit weiterhin der drittgrößte Mazda-Distributeur in Europa. (APA)

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