Patagonien: Beschleunigte Gletscherschmelze

16. Oktober 2003, 20:00
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Die Eisfelder auf den Bergzügen Chiles und Argentiniens tragen vermehrt zur Erhöhung des Meeresspiegel bei

Washington - Patagoniens schmelzende Gletscher tragen nach jüngsten Untersuchungen mehr zur Erhöhung des Meeresspiegel bei als die abtauenden Gletscher Alaskas. Die größten 63 Eisfelder auf den Bergzügen Chiles und Argentiniens seien von 1995 bis 2000 im Schnitt jährlich doppelt so stark geschmolzen wie in den rund 25 Jahren zuvor, berichtet ein Forscherteam aus den USA, Chile und Großbritannien im Fachmagazin "Science" (Bd. 302, S. 434). Insgesamt trügen die Gletscher Südamerikas damit überproportional zur Erhöhung des Meeresspiegels bei.

Eric Rignot vom California Institute of Technology in Pasadena und seine Kollegen nutzten für ihre Studie die Radardaten von Satelliten, traditionelle Karten und digitale Modelle. Die Geographen gehen davon aus, dass die beschleunigte Gletscherschmelze in Patagonien durch eine Kombination aus höheren Temperaturen, geringeren Bodenablagerungen und einem verstärkten Abbruch von Eisbergen hervorgerufen wurde. (APA/dpa)

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    Patagoniens schmelzende Gletscher tragen zur Erhöhung des Meeresspiegels bei.

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