HTV-Chef Steinkellner: "Kein Grund zum Jubeln"

16. Oktober 2003, 19:05
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Chef der Gewerkschaft am ÖGB-Kongress: "Sind auch eine Kampforganisation" - Gespräche "in Schwung halten"

Wien - Der ÖGB-Kongress hat am Donnerstag dem Chef der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV), Willi Steinkellner, die Möglichkeit gegeben, den Delegierten über die Hintergründe des "unterbrochenen" AUA-Streiks zu berichten. Er sei "weit davon entfernt, in Jubel auszubrechen", immerhin sei aber erreicht worden, dass die Gespräche mit der Unternehmensleitung wieder ohne Drohungen fortgesetzt werden könnten.

Verhandlungen könnten nicht unter einem Diktat geführt werden. Dagegen müsse man sich auch mit Betriebsverhandlungen und letztlich Streiks zur Wehr setzen, begründete Steinkellner die Aktionen des AUA-Bordpersonals: "Wir sind nicht ein Taubenzüchter-Verein, sondern auch eine Kampforganisation".

Steinkellner mahnt zur Geschlossenheit

Angesichts des gestern zu Tage getretenen Konflikts mit dem Bodenpersonal, das ein Ende des Streiks der Piloten und Flugbegleiter gefordert hatte, mahnte der HTV-Chef zur Geschlossenheit: "Passen wir auf, dass wir uns nicht spalten".

Bezüglich der auf ein Monat - streikfrei - anberaumten Verhandlungen mit der Unternehmensführung forderte Steinkellner ein rasches Vorgehen. Die Gespräch müssten in Schwung gehalten werden und dürften nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden. (APA)

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