Zahl der Österreicher wächst

21. Oktober 2003, 13:18
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Statistik Austria: Aber nur mit Hilfe der Zuwanderung - ab 2027 wieder Rückgang prognostiziert

Wien - Die Zahl der Österreicher wird in den kommenden 30 Jahren zwar wachsen, aber nur mit Hilfe der Zuwanderer. Das gab die Statistik Austria am Donnerstag bei der Präsentation ihrer Bevölkerungsprognose für das 21. Jahrhundert in Wien bekannt. 2001 zählte die Alpenrepublik 8,03 Millionen Einwohner. Bis zum Jahr 2027 wird die Gesamtbevölkerung durch die Zuwanderung um rund 400.000 auf 8,43 Millionen anwachsen.

"Derzeit halten sich die Geburten und Todesfälle in Österreich noch die Waage", sagte Alexander Hanika von der Direktion Bevölkerung der Statistik Austria. Trend sei jedoch, dass weniger Kinder geboren werden, weil die schwachen Jahrgänge jetzt ins Elternalter kommen. Durch die geburtenstarke Generation aus den Vierzigern und die "Baby-Boomer" aus den Sechzigern kommt es in Zukunft zu mehr Todesfällen. Somit wird dieses Defizit allein durch die Zuwanderer ausgeglichen, sagte Hanika. Bereits 2015 wird es um 8.000 mehr Sterbefälle als Geburten geben.

Eingependelt

Ab 2027 wird die Bevölkerungszahl wieder zurück gehen, die Zuwanderung pendle sich ein, erklärte der Statistiker. Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts wird die Anzahl der Einwohner auf 8,16 Millionen sinken, bis zum Jahr 2075 auf 7,54 Millionen.

"Dramatischer sieht das für die Altersstruktur aus", sagte Hanika. "Das bedeutet, dass es immer mehr ältere Menschen gibt." Derzeit ist jeder fünfte Österreicher über 60 Jahre alt. Mittelfristig wird es jeder vierte, langfristig jeder dritte Bewohner der Republik sein. Das heißt: Derzeit sind 1,7 Millionen über 60 Jahre (21,2 Prozent), im Jahr 2050 werden es 2,9 Millionen Menschen (36 Prozent) sein. Den stärksten Anstieg verzeichnete Statistik Austria bei den über 80-Jährigen: "Diese werden sich von 290.000 bis zum Jahr 2030 mit 600.000 verdoppeln, bis zum Jahr 2050 mit einer Million verdreifachen", so Hanika.

Im Gegensatz dazu wird es immer weniger Kinder geben: Derzeit macht der Anteil der unter 14-Jährigen 1,4 Millionen (16,8 Prozent) aus, 2050 ist es nur mehr eine knappe Million (12,2 Prozent). (APA)

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