Molekül könnte Abstoßung bei Transplantationen deutlich verringern

20. Oktober 2003, 14:18
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Wirkung der dentrischen Zellen wird abgeschwächt

Augusta - Wissenschaftler des Medical College of Georgs haben mit HLA-G ein Molekül identifiziert, das die Abstoßungsreaktionen bei Transplantationen deutlich verringern könnte. Während der Schwangerschaft verhindert HLA-G, dass der Fötus vom Immunsystem der Mutter abgestoßen wird. Dieses Molekül schwächt die Wirkung der dentrischen Zellen ab, die die Aufmerksamkeit des Immunsystems auf potenzielle Eindringlinge lenken.

Das Team um Anatolij Horuzsko konnte laut BBC nachweisen, dass Hauttransplantate bei für die Produktion von HLA-G genetisch veränderten Mäusen rund einen Monat länger hielten. Diese Zeitspanne wäre bei menschlichen Patienten deutlich verlängert, da ein Tag im Leben einer Maus in etwa einem Monat im Leben eines Menschen entspricht. Die aktuelle Studie wurde im European Journal of Immunology veröffentlicht.

In einem nächsten Forschungsschritt sollen Ratten Pankreaszellen transplantiert werden, deren dentrische Zellen durch HLA-G modifiziert wurden. Ziel ist laut Horuzsko bei Transplantationspatienten durch die Injektion einiger Zellen das Abstoßungsrisiko zu verringern ohne die Abwehr gegen Infektionen generell zu unterbinden. "Der Patient muss in der Lage sein, Infektionen abzuwehren. Eine entsprechende Behandlung soll gleichzeitig die Infektionsabwehr und eine Akzeptanz des Transplantats ermöglichen." (pte)

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