Wieder eine Fehlanzeige der RIAA

23. Oktober 2003, 19:15
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Der US-amerikanische Branchenverband dürfte im Kampf gegen Tauschbörsen-Nutzer wohl einige Kollateralschäden verursacht haben

Laut einer Pressemitteilung der US-amerikanischen Bürgerrechsorganisation EFF und einem Bericht der Zeitung L.A. Times dürfte dem Industrie-Verband RIAA eine weitere Fehlanzeige im Kampf gegen Tauschbörsen-User unterlaufen sein.

Kein "Latin-Lover"

Laut Angaben der EFF soll es sich bei der fälschlicherweise verklagten Person um einen Kalifornier handeln, der nach Erkenntnissen der RIAA hunderte lateinamerikanische Lieder über KaZaA zum Download angeboten hatte. Wie die EFF mitteilte, spricht der Beklagte weder Spanisch noch würde er lateinamerikanische Musik hören und - was wohl weit wichtiger ist - hatte zum Zeitpunkt der Untersuchungen den Tauschbörsen-Client KaZaA nicht einmal auf seinem Rechner installiert.

KaZaA und MacOS X

Schon vor einiger Zeit war der RIAA ein Missgeschick passiert. Damals wurde eine ältere Dame beschuldigt sie hätte tausende Titel bei KaZaA weiterverteilt und zum Download angeboten. Erst später stellte sich heraus, dass die Frau nur einen Apple-Rechner ihr eigen nennt und KaZaA aber gar nicht mit dem Betriebssystem MacOS X genutzt werden kann. Experten gehen davon aus, dass es noch einige Fehlanzeigen unter den 261 verklagten Personen geben wird. Bislang einigten sich 50 Personen mit dem Industrie-Verband auf einen Vergleich.(red)

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