IBM sieht Wachstum für EDV aus der Steckdose

23. Oktober 2003, 19:17
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Konzern mit starkem Umsatzwachstum

Wien - Vor einem Jahr setzte der neue IBM-CEO Sam Palmisano dem größten Computerhersteller der Welt ein neues Ziel: Rechenleistung sollte so funktionieren wie Strom aus der Steckdose - mal weniger, mal mehr, je nach Bedarf "On Demand". Ein Jahr später sieht der österreichische IBM-General Ernst Nonhoff dafür wachsende Akzeptanz. Die Wirtschaftskrise hätte Unternehmen dazu gezwungen, auf ihre Flexibilität zu achten, "sowohl nach unten als auch nach oben, wenn der Bedarf anspringt".

Also liefert IBM mit "On Demand" jeweils das, was benötigt wird; bezahlt wird nach tatsächlicher Leistung. Dieses Produkt gibt es sowohl für Rechenleistung aus Rechenzentren - etwa für Händler, die vor Weihnachten größeren Bedarf haben als in anderen Saisonen - als auch für wechselnde Mitarbeiterzahlen in mittelständischen Betrieben.

70 bis 80 Euro monatlich pro PC-Arbeitsplatz

70 bis 80 Euro monatlich nennt IBM-Global-Services-Direktor Christian Peter als Richtwert für einen PC-Arbeitsplatz mit Standardsoftware; IBM kümmert sich um die Technik und Unterstützung, bringt neue PCs für mehr Arbeitsplätze oder holt sie wieder ab, wenn die Zahl nach unten geht. Allerdings ist eine gewisse Größe - ab "rund 400 PCs" - Voraussetzung für das Modell. Je nach Schwankungsbreiten wird "wie beim Strom" zwischen fixer Grundgebühr und variablen Kosten getrennt.

Im dritten Quartal seines Geschäftsjahres verzeichnete IBM weltweit einen Umsatzsprung von 36 Prozent auf 21,5 Mrd. Dollar, jedoch nur 8,6 Prozent Gewinnzuwachs auf 1,8 Mrd. Dollar. Der Großteil des Gewinnzuwachs kam aus Akquisitionen, berichtete das Wall Street Journal, und auch der schwache US-Dollar griff IBM unter die Arme. (DER STANDARD Printausgabe, 17.10.2003, spu)

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