Prinz Charles "genetisch manipuliert"

19. Oktober 2003, 17:49
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Genwissenschafter erklären den Hochadel für ein geglücktes Beispiel starker Genmanipulation

London - Prinz Charles (54), ein entschiedener Gegner genetisch veränderter Lebensmittel, ist vom populärsten Wissenschaftsjournalisten des britischen Fernsehens attackiert worden.

Der Prinz sei selbst "einer der am stärksten genetisch manipulierten Organismen des Planeten", sagte Lord Robert Winston (63), Professor für Fruchtbarkeitsmedizin, nach einem Bericht des "Daily Mirror". Er spielte damit darauf an, dass die Königsfamilie Windsor über Jahrhunderte hinweg immer nur aus einem kleinen "Genpool" des europäischen Hochadels geschöpft hat.

Winston, der Charles als "äußerst intelligent" und "charmant" bezeichnete, ging scharf mit dessen harscher Kritik an genetisch veränderter Nahrung ins Gericht. "Ein Drittel der Weltbevölkerung hat heute, gestern oder vorgestern keine richtige Mahlzeit bekommen", sagte er. Mit genetisch verändertem und dadurch widerstandsfähigerem Reis oder Korn könne der Hunger in der Dritten Welt wirksam bekämpft werden, sagte er. Charles' Schwester Anne, die den Hunger in Afrika mit eigenen Augen gesehen habe, denke bezeichnenderweise ganz anders als er. (APA/dpa)

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    Prinz Charles zählt zu den striktesten Genern von Gen-Lebensmitteln

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