Lebenslange Haftstrafe für Islamisten wegen Bali-Anschlägen

17. Oktober 2003, 18:30
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Bisher gegen drei Drahtzieher die Todesstrafe verhängt, ein vierter erhielt lebenslang

Denpasar - Im Prozess um die Anschläge auf der indonesischen Touristeninsel Bali hat ein Gericht in Denpasar gegen einen Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe verhängt. Die Richter auf Bali verurteilten den Islamisten Mubarok alias Hutomo Pamungkas am Donnerstag für seine Rolle bei den Anschlägen am 12. Oktober 2002 wegen "Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Mubarok ist nach eigenen Angaben Mitglied der radikal-islamischen Gruppe Jemaah Islamiyah (JI), die hinter der Tat vermutet wird.

Reuiges Geständnis<7>

Der 33-Jährige hatte die Tat gestanden und Reue gezeigt. Nach Justizangaben wird Mubarok auch für einen Anschlag auf eine Kirche im Osten Javas verantwortlich gemacht. Bei einer Anschlagsserie auf christliche Kirchen im Dezember 2000 kamen damals 19 Menschen ums Leben.

Bereits drei Todesstrafen verhängt

Das Attentat auf Bali mit 202 Toten war das schwerste nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Bisher hat die Polizei über 30 Verdächtige inhaftiert, darunter auch den mutmaßlichen Chefplaner Hambali. Gegen drei Drahtzieher wurde bereits die Todesstrafe verhängt, ein vierter erhielt ebenfalls lebenslang. Der Polizeichef von Bali, I Made Mangku Pastika, warnte zum ersten Jahrestag vor weiteren geplanten Attentaten. Fünf der Bali-Attentäter seien noch auf freiem Fuß und im Untergrund aktiv. (APA)

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    Ein indonesisches Gericht verurteilte Hutomo Pamungkas alias Mubarok wegen seiner Beteiligung am Bali-Anschlag zu lebenslanger Haft.

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