Hertha und HSV blamabel

21. Oktober 2003, 14:12
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Die Berliner scheiterten an den weitgehend unbekannten Polen von Groclin Grodzisk, die Jara-Truppe war in Dnjepropetrowsk ohne Chance

Wien - Zwei deutsche Fußball-Klubs haben sich am Mittwoch in der 1. Runde des UEFA Cups gewaltig blamiert. Der von Kurt Jara betreute Hamburger SV schied am Mittwoch gegen den ukrainischen Klub Dnjepr Dnjepropetrowsk mit einem Gesamtscore von 2:4 aus, Hertha Berlin scheiterte am polnischen Europacup-Debütanten Groclin Grodzisk aus Wielkopolski mit 0:1. Hertha Berlin bleibt damit in dieser Saison weiter ohne Sieg. Gegen Groclin Grodzisk gab es nach dem 0:0 von Berlin eine 0:1-Niederlage, die Rasiak in der 83. Minute fixierte. Für Berlins Trainer Huub Stevens wird die Lage nun immer unangenehmer.

Mit einer desolaten Vorstellung hat sich der HSV sang- und klanglos verabschiedet. Drei Wochen nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel verloren die Norddeutschen - einen Tag nach dem 53. Geburtstag von Jara - in Dnjepropetrowsk mit 0:3 und setzten damit fest eingeplante Millionen- Einnahmen in den Sand. Vor 24.000 Zuschauern enttäuschten die Hamburger auf allen Linien, auch personelle Änderungen von Jara (er setzte nach langer Pause Hollerbach und Cardoso ein) vermochten dem Spiel seiner Equipe nicht die dringend nötigen Impulse zu geben. In der Offensive ging fast nichts und auch die Abwehr gab sich etliche Blößen.

"Dnjepr hat alles auf den Platz gebracht, was wir heute nicht konnten. Ich bin sehr enttäuscht", sagte HSV-Trainer Kurt Jara, der "klare Worte" im Gespräch mit der Mannschaft ankündigte.

Spanier, Franzosen noch vollzählig

Mit Southampton (Steaua Bukarest) und den Blackburn Rovers (Genclerbirligi) auch zwei englische Vereine aus, Manchester City, Liverpool und Newcastle überstanden die erste Runde. Das italienische UEFA-Cup-Quartett AS Roma, Perugia, Parma und Udinese wurde durch SV Salzburg auf ein Trio dezimiert. Mit jeweils allen vier Vereinen kamen Spanien (FC Barcelona mit einem 8:0 über Puchov, Valencia, Villarreal und Real Mallorca) sowie Frankreich (Girondins Bordeaux, Sochaux, Auxerre, Lens) weiter.

Ärger in den Niederlanden

Bei zwei Fußball-UEFA-Cup-Spielen in den Niederlanden hatte die Polizei alle Hände voll zu tun. In Breda wurden bereits vor dem Spiel von NAC gegen Newcastle United 77 randalierende britische Schlachtenbummler festgenommen, bestätigte ein Sprecher. In Nimwegen hatte die Polizei vor dem Spiel 41 Begleiter des polnischen Klubs Wisla Krakau festgenommen. Bei ihnen seien verbotene Gegenstände wie Beile und Messer gefunden worden, sagte ein Sprecher. Nach dem Spiel nahmen die Ordnungshüter 14 niederländische Hooligans fest, die die Polizei mit Flaschen und Steinen bewarfen. (APA/dpa/red)

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    Herthas Fredi Bobic (li) kann sich gegen Andrzej Niedzielan von Grodzisk nicht durchsetzen

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