ATX erstmals seit 1998 über 1400 Punkten

16. Oktober 2003, 09:21
4 Postings

BA-CA steigt weiter - Umsätze eher schwach

Wien - Der Wiener Leitindex ATX ist Mittwoch zu Mittag erstmals seit August 1998 wieder über die Marke von 1400 Punkten gestiegen. Der ATX ist mit einem Plus von 22,22 Prozent seit Jahresbeginn der am achtbesten performende Index weltweit und der Bestperformer in Europa.

Gegen 16.30 Uhr notierte der ATX bei 1403,66 Punkten, ein Plus von 0,45 Prozent. Treibend wirkten dabei die Kursgewinne bei der BA-CA, die 3,34 Prozent zulegten und mit 34,05 Euro auch wieder ein neues Allzeithoch erreichten. BA-CA hat ihre Anteile an der CA-Versicherung und Union Versicherung auf zehn Prozent zurückgefahren und die Anteile an die Wiener Städtische abgegeben. Den Buchgewinn der Transaktion bezifferte ein Sprecher der BA-CA gegenüber Reuters mit 75 Millionen Euro.

Erste mit neuem Allzeithoch

Fester und mit neuem Allzeithoch im ATX auch Erste Bank mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 94,30 Euro, BBAG und im ATX Prime Wolford. OMV waren eine Spur fester, leichter dagegen Telekom Austria. Damit blieb Wien deutlich hinter der Performance der europäischen Leitbörsen zurück, die von den guten Prognosen des Chipherstellers Intel beflügelt wurden. "Der Finanzsektor profitiert sicher auch von der starken Entwicklung der Finanzwerte in Deutschland", so ein Marktteilnehmer.

Eine Gewinnwarnung ließ Anleger die Aktien von Topcall abstoßen. Die Aktie musste 4,37 Prozent auf 2,41 Euro (19.149 Stück) abgeben. Wegen eines unter den Erwartungen liegenden dritten Quartals rechnet der Anbieter von Kommunikationslösungen mit einem schwächeren Jahresergebnis. Bei AUA häuften sich Verluste in Höhe von 0,44 Prozent auf 6,82 Euro (25.440 Stück) an.

BA-CA setzt auf Aktien

Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) setzt weiterhin auf Aktien. Die schon für das dritte Quartal bestehende Übergewichtung von Aktien gegenüber Anleihen bleibe auch für das vierte Quartal 2003 aufrecht, sagte Monika Rosen, Bereichsleiterin Research im BA-CA Asset Management.

"Die sich verbessernden Konjunkturdaten sollten unserer Ansicht nach auch weiterhin die Aktienmärkte unterstützen. Aus diesem Grund bleiben wir weiterhin bei einer Übergewichtung der Aktienquote mit 45 Prozent. Der Anleihenanteil beträgt 52 Prozent und die Cashquote drei Prozent", sagte Rosen. Die neutrale Gewichtung liege bei 40 Prozent Aktien, 57 Prozent Anleihen und drei Prozent Cash.

Auch innerhalb der einzelnen Asset-Kategorien bleibe alles beim Alten. "Auf der Aktienseite sehen wir die Entwicklung an den asiatischen Märkten weiter positiv und sind in Japan mit 14 Prozent übergewichtet. (DER STANDARD Printausgabe, 16.10.2003, Reuters, APA)

Share if you care.