Begleitung in stürmischen Zeiten

16. Oktober 2003, 19:46
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"Rainbows" hilft nach Trennung oder Tod der Eltern - 1378 Kinder und Jugendliche waren 2001 allein in Tirol von Scheidungen betroffen

Innsbruck - 1378 Kinder und Jugendliche waren 2001 in Tirol von Scheidungen betroffen. Gleich viele haben durch die Trennung ihrer Eltern den täglichen Kontakt zu einem Elternteil verloren. Einige hundert Kinder und Jugendliche hatten den Tod eines Elternteils zu bewältigen.

Unterstützung in stürmischen Zeiten

Die Reaktionen auf Trennung und Verlust fielen sehr unterschiedlich aus, erklärt Rainbows-Geschäftsführerin Martina Lechner. Aggressives nach außen Gehen hätte größere Chancen, wahrgenommen zu werden als Rückzug.

Rainbows bietet in Tirol seit nunmehr zehn Jahren für Vier- bis 17-jährige Unterstützung an. Das Konzept von "Rainbows - Für Kinder in stürmischen Zeiten" ziele darauf ab, präventiv zu wirken und durch die Arbeit in Gruppen Gleichaltriger die Situation zu bewältigen. Rainbows wurde 1983 in den USA entwickelt und ist ein gruppenpädagogischer und kein therapeutischer Ansatz. Es sind 14 Kleingruppentreffen im Wochenabstand vorgesehen, die sich der Themen mit Methoden des Gesprächs, des Rollenspiels, der Bewegung, aber auch mit Basteln und Malen annehmen. Auch sind drei Gespräche mit Erziehungsberechtigten vorgesehen.

Verlusterlebnis

Am günstigsten sei es, wenn die Kinder zwei bis drei Monate nach dem Verlusterlebnis kommen, meint Lechner. "Die Kinder lernen von einander, aus der Erfahrung, dass andere in einer ähnlichen Situation wie sie selbst sind."

Finanziert wird Rainbows durch die öffentlichen Hand, Sponsorgelder und Teilnehmerbeiträge (151 bis 227 Euro). Seinen zehnten Geburtstag feiert Rainbows-Tirol am 17. Oktober ab 19 Uhr in den Innsbrucker Raiffeisensälen am Marktplatz. (hs, DER STANDARD Printausgabe 16.10.2003)

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Rainbows

TEL: (0512) 57 99 30

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