Spielbericht: GAK sang- und klanglos out

27. Oktober 2003, 16:18
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Mit einem 1:1-Remis in Graz verabschieden sich die Grazer aus dem UEFA-Cup - Vaalerenga auf Grund der Auswärtstorregel weiter

Graz - Der GAK ist überraschend wie im Vorjahr bereits in der ersten Runde des Fußball-UEFA-Cups gescheitert. Die Grazer erreichten am Mittwoch vor 10.600 Zuschauern im Schwarzenegger-Stadion mit einer enttäuschenden Leistung gegen den norwegischen Cupsieger Vaalerenga nur ein 1:1 und verpasste damit nach dem 0:0 aus dem Hinspiel auf Grund der Auswärtstorregel den Aufstieg in Runde zwei. Dabei hatte es nach der Führung durch Ramusch (32.) für die Schachner-Elf gut ausgesehen, aber der Treffer von Berre (59.) beendete die Hoffnungen der Rotjacken.

Kompakte Rekdal-Elf

Schon zu Beginn hatten die Grazer mit den technisch nicht überragenden, aber körperlich robusten Gästen ihre Probleme. Die Rekdal-Elf präsentierte sich als kompaktes Team, das dem Gegner wenig Räume bot und selbst einige Male gefährlich vor das Tor von GAK-Torwart Schranz kam. Die Norweger überlisteten in der 14. Minute die Abseitsfalle der "Roten Teufel" und Dos Santos spielte für Berre auf, der allerdings völlig freistehend an Schranz scheiterte. In der 27. Minute ging ein Kopfball von Dos Santos nach Freistoß von Hanssen nur knapp über die Querlatte.

Kurzes Dagegenhalten

Erst nachdem der GAK zwei Mal knapp am gefürchteten Auswärtstor vorbeigeschrammt war, besannen sich die Schachner-Schützlinge kurzfristig ihrer Qualitäten. Nach einer Flanke von Dollinger legte Kollmann im Strafraum für Ramusch ab, der mit einem satten Flachschuss ins lange Eck zum 1:0 traf.

Vorentscheidung vergeben

In der Folge übernahmen die Hausherren, die zuvor nur Halbchancen durch Naumoski (19.) und Sick (23.) vorgefunden hatten, eindeutig das Kommando und hätten noch in der ersten Hälfte für eine Vorentscheidung sorgen können. Allerdings verfehlte Kollmann eine Dollinger-Hereingabe und knallte Ehmann einen indirekten Freistoß knapp innerhalb des Vaalerenga-Strafraums weit über die Latte.

Kleine Sensation

Dies sollte sich nach dem Seitenwechsel rächen. Nachdem die Partie zunächst nur dahingeplätschert war, lief sich in der 59. Minute plötzlich Dos Santos auf der rechten Seite frei. Sein Querpass zur Mitte sprang vom Schienbein von Sick vor die Beine von Berre, der Schranz aus kurzer Distanz mühelos bezwang.

Ideenlose Grazer

Mit dem Gegentreffer wirkten die schon zuvor alles andere als souveränen Grazer vollends verunsichert, produzierten zahlreiche Fehlpässe und zeigten sich im Spiel nach vorne ideenlos. In der 71. Minute wäre der Aufstieg von Vaalerenga schon fast besiegelt gewesen, als Berre einen von der Latte abspringenden Schuss von Snoeckx per Kopf ins Tor beförderte. Der serbische Schiedsrichter Stanisic versagte dem Treffer fälschlicherweise wegen Abseits die Anerkennung.

GAK mit der Brechstange

Der GAK versuchte bis zum Schlusspfiff mit der Brechstange doch noch zum 2:1 zu kommen und damit zum fünften Mal in die zweite UEFA-Cup-Runde einzuziehen. Dem entscheidenden Treffer waren jedoch die Gäste näher, Dos Santos fand aber aus kurzer Distanz in Schranz seinen Meister (86.) und Waehler schoss am kurzen Eck vorbei (91.). (APA)

Erstrunden-Rückspiel:

  • GAK - Vaalerenga IF Oslo 1:1 (1:0)
    Schwarzenegger-Stadion, 10.600, SR Dejan Stanisic (SCG). Hinspiel: 0:0 - Vaalerenga mit dem Gesamtscore von 1:1 auf Grund der Auswärtstorregel in der 2. Runde.

    Tor:
    1:0 (32.) Ramusch
    1:1 (59.) Berre

    GAK: Schranz - Standfest, Ehmann, Tokic, Pogatetz (74. Bazina) - Ramusch, Sick (69. Milinkovic), Aufhauser, Dollinger - Kollmann, Naumoski (81. Akwuegbu)

    Vaalerenga: Bolthof - Piiroja, Hagen, Hovi, Doehli - Waehler, Gashi, Snoeckx (75. Rekdal), Hanssen (65. Bohinen) - Berre (81. Jalland), dos Santos

    Gelbe Karten: Ramusch, Aufhauser (im nächsten EC-Spiel gesperrt) bzw. Gashi, Hanssen, Snoeckx, Waehler, Bolthof

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      Vaalerenga stellte dem GAK ein (unüberwindbares) Bein. Im Bild brachte Ardian Gashi (Vaalerenga/li) Matthias Dollinger (GAK) zum Stolpern.

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      Die norwegischen Spieler freuten sich darob ebenso...

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      ...wie ihre Anhänger.

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