Deutschland: Auflagenrückgang der Tageszeitungen hält an

23. Oktober 2003, 20:36
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Verkaufte Exemplare gingen im dritten Quartal um 3,6 Prozent zurück - "Spiegel" vor "stern" auflagenstärkstes Magazin

Die überregionalen Tageszeitungen haben im dritten Quartal 2003 weiter an Auflage verloren. Die Zahl der im Durchschnitt je Ausgabe verkauften Exemplare ging in den Monaten Juli bis September gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 3,6 Prozent zurück, wie aus den vom Branchenverband IVW am Mittwoch veröffentlichten Daten hervorgeht. Mit einem Minus von 8,1 Prozent auf rund 219.000 verkaufte Exemplare verzeichnete "Die Welt" aus dem Verlag Axel Springer den größten Rückgang.

FTD und Handelsblatt steigerten Auflage

Gegen den Trend verzeichneten die "Financial Times Deutschland" (Gruner+Jahr und Pearson) und das "Handelsblatt" (Holtzbrinck) einen Anstieg der Auflage um 10,6 Prozent auf 92.678 beziehungsweise 4,5 Prozent auf gut 143.000. Europas meist verkaufte Zeitung "Bild" büßte gegenüber dem Vorquartal zwar vier Prozent ein, blieb aber erneut über der Marke von vier Mio. Exemplaren.

Bei den Nachrichtenmagazinen löste "Der Spiegel" mit einer Auflage von 1,124 Mio. (plus 1,4 Prozent) den Konkurrenten "Stern" (1,089 Mio., plus 0,5 Prozent) als auflagenstärkste Publikation wieder ab. (APA/Reuters)

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    grafik: etat.at
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