Kroneradio erstreitet Salzburg zurück

31. Oktober 2003, 10:57
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Medienbehörde stellte irrtümlich Doppelversorgung fest, sagt Senat

Ginge es nach den Erkenntnissen der Medienbehörde KommAustria, das Programm von Kronehit dürfte längst nicht mehr vom Gaisberg auf 94,0 Megahertz die Stadt Salzburg versorgen. Die KommAustria hat sich aber offenbar vermessen, entschied nun der Bundeskommunikationssenat.

"Doppelversorgung"

Wegen "Doppelversorgung" mit einem Sender in Hallein empfahl ein Gutachten der KommAustria dem Senat, die Lizenz für die Gaisbergfrequenz zu entziehen. Was der tat, doch Kronehit beschwerte sich beim Verwaltungsgerichtshof. Das ersparte den sofortigen Sendestopp in Salzburg: Das Höchstgericht räumte der Beschwerde "aufschiebende Wirkung" ein.

Frequenzgutachten

Parallel beschäftigte der Krone-Ableger den Kommunikationssenat noch einmal. Dem Wiederaufnahmeantrag legte er ein Frequenzgutachten der Deutschen Telekom bei. Die vermaß schon als unabhängige Stelle Radio- und Fernsehfrequenzen für die Rundfunkregulierung.

Sie kam zu einem anderen Ergebnis für das Zentrum Salzburgs als die KommAustria - wie nun auch der Senat: für den "eine Doppelversorgung in diesem Bereich nicht zu erkennen ist". (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 16.10.2003)

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