Eurofighter: EADS-Vertreter rechnet nicht mit Verzögerungen

16. Oktober 2003, 14:24
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Programmmanager Schweinfurth: Verzug wie in Deutschland sei bis 2007 "längst Geschichte"

Wien - Eurofighter-Programmmanager Robert Schweinfurth glaubt nicht, dass sich Entwicklungsverzögerungen in Deutschland auf die Lieferung der österreichischen Abfangjäger ab 2007 auswirken werden. "Bis dahin ist das längst Geschichte", sagte er am Dienstag Abend am Rande eines Vortrages im Haus der Industrie gegenüber der APA. Zuletzt hatte das deutsche Verteidigungsministerium einen "nicht akzeptablen" Verzug bei Entwicklung und Auslieferung kritisiert.

Diese Verzögerungen seien zwar "Tatsache", hätten aber keine Auswirkungen auf Österreich, so Schweinfurth. Es sei geplant, im November diesen Jahres einen so genannten "Abrufvertrag" für die zweite Auslieferungstranche (ab 2007) mit den Partnerländern abzuschließen. "Dann sollte das kein Problem sein", so Schweinfurth. Eine Verzögerung sei theoretisch nur dann möglich, wenn sich einige Länder entscheiden würden, auf Jets der zweiten Tranche zu verzichten. Das ist für Schweinfurth aber äußerst unwahrscheinlich. Die ersten vier von insgesamt 18 Abfangjägern sollen im zweiten Quartal 2007 an Österreich geliefert werden.

Keine Gefahr besteht für den EADS-Vertreter auch, dass der Eurofighter "irgendwelche Anforderungen nicht erfüllen" könnte. Derartige Bedenken waren im Vormonat vom deutschen Rechnungshof geäußert worden, der zahlreiche Mängel und Leistungseinschränkungen konstatiert hatte. Dabei handle es sich allerdings nicht um eine mangelnde Leistungsfähigkeit, sondern um noch nicht erfolgte Zulassungen, sagte Schweinfurth. (APA)

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