Ungleiche Verteilung von schwerem Asthma

20. Oktober 2003, 12:13
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Bei Kindern vor allem Jungen, bei Erwachsenen eher Frauen - Ursache des Phänomens ungeklärt

Denver - Zwei von drei Kindern, die an schwerem Asthma leiden, sind Jungen. Mehr als zwei Drittel der erwachsenen Asthma-Patienten sind Frauen. Die Ursachen dafür sind derzeit nicht erforscht. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des National Jewish Medical and Research Center gekommen. Das Team von Joseph Spahn konnte zusätzlich nachweisen, dass Kinder mit schwerem Asthma einen überraschend guten Luftfluss in und aus ihren Lungen haben können. Dieser Umstand könnte laut der im Fachmagazin "Chest" publizierten Studie zu Fehldiagnosen und Nichtbehandlung von ernsthaft Erkrankten führen.

Es wurde bisher angenommen, dass sich schweres Asthma im Kindesalter deutlich von der Erkrankung in späteren Jahren unterscheidet. Die größten Unterschiede konnten jetzt im Verhältnis der Geschlechter nachgewiesen werden. Unter 18 Jahren waren 62 Prozent der Patienten männlich, 68 Prozent der älteren Patienten jedoch weiblich. Als mögliche Ursachen werden von Wissenschaftlern die weiblichen Hormone und die unterschiedliche Größe der männlichen und weiblichen Lunge angenommen. Das Team untersuchte zahlreiche demographische und biologische Daten von 275 Asthma-Patienten, die im National Jewish Medical and Research Center behandelt wurden. (pte)

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