ÖVP-Spitzentreffen zur Regierungsumbildung? "Na, geh!"

15. Oktober 2003, 18:28
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Schwarze Ministerriege dementiert: Koalition bei Besprechung kein Thema

Wien - Die ÖVP-Ministerriege ist am Mittwochnachmittag zu einer Sitzung im Bundeskanzleramt zusammengetroffen. Dass es sich dabei um ein Informationsgespräch zur möglichen Umbildung der FPÖ-Regierungsmannschaft handle, wurde allgemein dementiert. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V), meinte, es handle sich lediglich um das monatliche Treffen zum Thema e-Government.

ÖVP-Klubobmann Wilhelm Molterer und Generalsekretär Reinhold Lopatka verwiesen zudem darauf, dass die allwöchentliche Ministerrats-Vorbesprechung am Montag wegen des ÖGB-Bundeskongresses entfallen war. Diese werde daher heute, Mittwoch, nachgeholt. Die Koalition werde bei dem Treffen kein Thema sein, betonten Molterer ("Na geh!") und Lopatka ("Nein, warum?") unisono.

Fast die gesamte Regierungsmannschaft angetreten

Zu dem Treffen im Bundeskanzleramt kam mehr oder weniger die gesamte ÖVP-Regierungsmannschaft, darunter Landwirtschaftsminister Josef Pröll, Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, Innenminister Ernst Strasser, Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat und Finanzminister Karl-Heinz Grasser sowie die drei Staatssekretäre Alfred Finz, Franz Morak und Helmut Kukacka.

Gegen 15.00 Uhr hatte der Großteil der ÖVP-Regierungsmitglieder das Bundeskanzleramt wieder verlassen. Stellungnahmen gegenüber den wartenden Journalisten blieben allerdings rar. Generalsekretär Reinhold Lopatka (V) betonte ein weiteres Mal, man habe "jede Woche Sitzungen, wo wir die Regierungssitzung vorbereiten. Auch heute wieder".

Sushi

Eine mögliche Regierungsumbildung bei der FPÖ sei "überhaupt nicht" zur Sprache gekommen. Nationalratspräsident Andreas Khol meinte nach Verlassen des Bundeskanzleramts, er habe ausgezeichnetes Sushi gegessen und über das e-Government gesprochen. (APA)

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