Eine Romanowa kehrt heim

20. Oktober 2003, 12:34
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Leichnam der Mutter des letzten russischen Zaren wird nach St. Petersburg umgebettet

Kopenhagen - Die dänische Königin Margrethe II. und die Regierung in Kopenhagen haben der Umbettung der sterblichen Überreste der Mutter des letzten russischen Zaren Nikolaus II. von Roskilde nach St. Petersburg zugestimmt. Die 1928 in ihrer dänischen Heimat verstorbene Zarin Maria Fjodorowna, die 1847 als Tochter von König Christian IX. geboren wurde und vor ihrer Eheschließung mit Zar Alexander III. Dagmar hieß, soll in der Peter-und-Paul-Kathedrale ihre endgültige Ruhestätte finden. Wie das Außenministerium in Kopenhagen am Mittwoch verlautbarte, hat Königin Margrethe dies dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem persönlichen Brief mitgeteilt.

Die Zarenmutter flüchtete nach der Oktoberrevolution auf einem britischen Schiff in ihre Heimat. Sie wurde nach ihrem Tod in der Krypta des Domes von Roskilde beigesetzt, der traditionellen Grabeskirche des dänischen Königshauses. Ihre Schwester war die britische Königin Alexandra, Gemahlin von Eduard VII. und Urgroßmutter von Elizabeth II.

Putin hatte sich im letzten Jahr mit dem Wunsch der Nachfahren des ehemaligen Kaiserhauses Romanow einverstanden erklärt, die Gebeine der Zarenmutter in die Peter-und-Paul-Kathedrale umzubetten, wo auch ihr Mann und ihr Sohn beigesetzt sind. Die Dänen haben an die Herausgabe der sterblichen Überreste unter anderem die Bedingung geknüpft, dass in Russland keine DNA-Proben entnommen werden dürfen. (APA/dpa)

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