Michel Friedman will politische Radio-Kommentare sprechen

23. Oktober 2003, 20:38
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Ex-Zentralrats-Vize möchte nach Kokain- und Prostitutions-Affäre Neuanfang starten

Der wegen einer Kokain- und Prostitutions-Affäre zurückgetretene Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, will neben seiner künftigen Tätigkeit als Herausgeber beim Berliner "Aufbau"-Verlag auch weiterhin journalistisch tätig sein. So will er regelmäßig für den privaten Berliner Hörfunksender 100,6 politische Kommentare sprechen und Kolumnen in Zeitungen schreiben, sagte der Ex-TV-Moderator Friedman in einem Interview der "Berliner Morgenpost" (Mittwoch-Ausgabe).

"Fernsehen ist eine meiner Leidenschaften"

Zu möglichen Fernsehplänen befragt meinte der frühere Talkshow-Gestalter: "Geduld. Langsam, langsam. Fernsehen ist eine meiner Leidenschaften. Alles andere wird die Zeit bringen." Friedman hatte im vergangenen Juli eine Geldstrafe wegen Kokainbesitzes akzeptiert und seinen Rücktritt von allen öffentlichen Ämtern erklärt. Er habe das "ohne Wenn und Aber getan", betonte Friedman jetzt dazu. "Das hat was mit Glaubwürdigkeit zu tun. Jeder Mensch kann Fehler machen, muss dann aber auch zu seinen Fehlern stehen und Konsequenzen ziehen. Das habe ich getan, um einen Neuanfang starten zu können. Ich würde das jedem Menschen auch so raten." (APA/dpa)

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    Michel Friedmann

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