"Der Unterschied buchstabiert sich L-I-N-U-S"

23. Oktober 2003, 10:44
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Wired widmet dem Linux-Begründer einen ausführlichen Artikel und gibt Einblicke in Leben und Arbeit von Linus Torvalds

Das US-Magazin Wired widmet insgesamt sechs Seiten seiner Online-Ausgabe dem Linux-Begründer Linus Torvalds. In dem ausführlichen Artikel kommen Freunde, Arbeitskollegen und natürlich Torvalds himself zu Wort und reden über sein Leben und seine Arbeit.

"Der gütige Diktator des Planten Linux"

Der Artikel handelt auf der einen Seite von Linus Torvalds als Privatperson - als Ehemann und Vater dreier Töchter - wie auch von seiner tagtäglichen Routine als Mitarbeiter der Open Source Development Lab. Auf der anderen Seite widmet sich Wired auch dem Phänomen Linux, das eng mit jenem seines Begründers verknüpft zu sein scheint.

"Geborener Revolutionär"

"In gewisser Weise war Linus zum Revolutionär geboren", beginnt ein Textabschnitt über die Kindheit von Torvalds. "Seine Eltern waren in den 1960ern auf dem Campus der Universität von Helsinki als Radikale in Erscheinung getreten. Sein Vater war eingetragenes Partei-Mitglied der Kommunistischen Partei und studierte ein Jahr in Moskau als sein Sohn fünf Jahre alt war". In seiner eigenen Biografie "Just for Fun" schrieb Torvalds über seine Kindheit: "Ich war ein hässliches Kind." Und weiter: "Als Jugendlicher war ich sehr entsetzt über meinen Vater. Andere Kinder machten sich über seine politischen Ambitionen lustig.

Linux als Phänomen

In der letzten Dekade haben viele Open Source-Produkte Einzug in die vernetzte Welt gehalten. Als Beispiele werden im Artikel Apache, Perl und Sendmail genannt, die alle wie Linux auf dem Open Source-Credo - "Mach was Du willst um ein Produkt zu verbessern, verlange Geld dafür wenn Du willst, aber gibt den darunterliegenden Code, den Du entwickelt hast, frei und weiter" - basieren, doch warum erlebte Linux so einen Aufschwung?

"Die Leute haben versucht aus Linus Torvalds etwas zu machen, was er nicht ist"

"Linux hat in der Welt der Betriebssysteme eine glamouröse Position inne - vergleichbar mit einem Quarterback oder einer Leadgitarre. "Der Unterschied warum Linux so eine Position inne hat, ist nicht der technologische Verdienst, nicht die Art der Entwicklung oder ähnliche Dinge, der Unterschied buchstabiert sich L-I-N-U-S", so Cliff Miller ein früher Linux-Mitentwickler über Torvalds. "Die Leute haben versucht aus Linus Torvalds etwas zu machen, was er nicht ist - Anti-money, anti-capitalist, anti-Microsoft - und tendieren so dabei dazu seine wahren Stärken zu übersehen. Die, die eng mit Torvalds zusammenarbeiten, beschreiben ihn als treibende Kraft an der Spitze einer wachsenden Community, die aus wesentlich mehr besteht als nur pickligen Programmierern und Fanatikern".(red)

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