Intel übertrifft mit Gewinn und Umsatz Markterwartungen

23. Oktober 2003, 10:37
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Intel sieht Österreich als innovativen Markt für mobile IT-Lösungen

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat in seinem abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal mit Umsatz und Gewinn die Erwartungen von Analysten übertroffen.

Winner

Der Netto-Gewinn sei auf 1,7 Mrd. Dollar (1,46 Mrd. Euro) oder 25 Cent je Aktie von 686 Mio. Dollar oder zehn Cent pro Anteilschein vor einem Jahr gestiegen, teilte das im kalifornischen Santa Clara ansässige Unternehmen am Dienstag mit. Der Umsatz habe auf 7,8 Mrd. Dollar von 6,5 Mrd. Dollar im Vorjahr zugenommen.

Nachfrage

Der Chiphersteller profitierte demnach von einer stärkeren Nachfrage in aufstrebenden Märkten wie China, Russland und Indien sowie Rekordauslieferungen bei Mikroprozessoren und Chipsätzen. Zugleich habe der Verkauf teurerer Chips für Laptops und Server die Bruttogewinn-Marge auf 58,2 Prozent klettern lassen.

Intel sieht Österreich als innovativen Markt für mobile IT-Lösungen

"Österreich ist zwar ein kleiner, aber sehr innovativer Markt - insbesondere was mobile Lösungen betrifft hat Österreich Vorbildcharakter in Europa", erklärte der Europachef des weltgrößten Chipherstellers Intel, Jürgen Thiel, im Gespräch. Von einem Aufschwung im IT-Bereich könne man zwar noch nicht sprechen, es zeige sich aber, dass die Unternehmen wieder mehr in ihre IT-Infrastruktur investieren. So hätten die Serverumsätze im 3. Quartal 2003 um rund 70 Prozent zugelegt.

Zusammengehen von Kommunikation und Computing

Für die Zukunft erwartet sich Thiel ein noch stärkeres Zusammengehen von Kommunikation und Computing, wie etwa die rasante Verbreitung von WLan-Karten (Wireless Local Area Network) in Notebooks zeige. Zusammenwachsen werde auch die Unterhaltungs- und die Computerbranche. So schaue es auf der Internationalen Funkausstellung IFA schon so aus wie auf der weltgrößten Computermesse CeBIT, so Thiel.

UMTS muss Kundennutzen liefern

Ob sich die dritte Mobilfunkgeneration UMTS durchsetzen werde, hänge davon ab, ob die Kunden darin einen Nutzen sehen. Das zeige der Bereich Notebooks, wo die Konsumenten nicht unbedingt nach dem günstigsten Preis Ausschau halten würden, sondern auf den für ihre Zwecke notwendigen Gebrauchswert achten - und dafür würde dann auch schon mal tiefer in die Tasche gegriffen. (APA)

(APA/Reuters)

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