Annan fordert "vollen Respekt vor den Menschenrechten"

16. Oktober 2003, 14:45
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Der UN-Generalsekretär ruft Regierung und Opposition zu Zurückhaltung auf

New York - UN-Generalsekretär Kofi Annan hat seine Besorgnis über die jüngsten gewalttätigen Proteste in Bolivien geäußert. Annan sei "tief besorgt" über die anhaltende Gewalt, die in den vergangenen Tagen zu zahlreichen Todesopfern geführt habe, teilte ein Sprecher des UN-Generalsekretärs am Dienstag in einer Erklärung in New York mit. Regierung und Opposition seien aufgerufen, "höchste Zurückhaltung zu diesem gefährlichen Zeitpunkt" zu zeigen und ihre Meinungsverschiedenheiten "mit friedlichen Mitteln" zu lösen. Es müsse "vollen Respekt" vor den Menschenrechten geben, insbesondere vor dem Recht auf Leben, ließ Annan weiter erklären.

Bei den seit mehr als drei Wochen anhaltenden Protesten in Bolivien wurden bisher fast 60 Menschen getötet. Der Konflikt hatte sich an der Frage des Gasexports über Chile nach Mexiko und in die USA entzündet. Die verarmten Kokabauern und die Gewerkschaften kritisieren die niedrigen Gewinnspannen für das Land. Bolivien ist das ärmste Land Südamerikas, verfügt aber nach Venezuela über die zweitgrößten Erdgasvorkommen. (APA)

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    Annan "tief besorgt"

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