Reform wird erst später aktuell

17. Oktober 2003, 16:36
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Frauenabteilung fordert mehr Frauen in den Kollektivvertrags- verhandlungen

Wien - Die Anträge, die der Bundeskongress beraten wird, haben nur wenig vom eigentlich für 2003 vorgesehenen internen Reformeifer. Antrag 20 zu den Statuten des ÖGB, eingebracht vom Bundesvorstand, sieht weiterhin eine Gliederung in 13 Teilgewerkschaften vor - die seit zwei Jahren bestehende Zusammenarbeit von Gruppen der Teilgewerkschaften findet im "Aubau des ÖGB" keinen Niederschlag.

Allerdings werden weitere Zusammenlegungen angesprochen.

Von der Frauenabteilung wird gefordert, dass mehr Frauen in die Kollektivvertragsverhandlungen, vor allem in den kleineren Verhandlungsteams aufgenommen werden, um weiterhin bestehende Ungleichheiten bei der Bezahlung wegzubekommen.

Gefordert werden alte Gewerkschaftsklassiker wie die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe oder eine Steuerentlastung zugunsten der Arbeitnehmer. Ein Antrag der Privatangestellten-Gewerkschaft fordert für Gewerkschafts-verhältnisse ungewöhnlich klar die Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt. Konkret hat der Bundesvorstand 20 Anträge vorgelegt, dazu kommen noch 213 Anträge der Einzelgewerkschaften. Hauptthemen sind die Situation am Arbeitsmarkt, die Sicherung des Wirtschaftsstandorts und die soziale Sicherheit. (cs, APA, DER STANDARD, print-Ausgabe vom 15.10.2003)

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